Lebenszirkus

Silvesterdruck

Dezember 21, 2012

Die Welt dreht sich ganz überraschend weiter – Silvesterpläne müssen jetzt doch geschmiedet werden. Und irgendwie ist das meistens nicht wirklich erfreulich. Wer hat der Gesellschaft eingeimpft, dass man zu Silvester immer irgendwas gaaanz Tolles oder Besonderes machen muss? Wochen vorher zerbrechen sich schon alle die Köpfe darüber und Monate danach fragt man immer noch „Und? Was hast du zu Silvester gmacht?“. Wehe, man muss dann sagen, dass man nur daheim war und kurz nach Mitternacht schlafen gegangen ist. Zumindest in meinem Alter gibt’s zu dieser Aussage einen mitleidsvollen Blick gratis dazu. Eigentlich irgendwie zum speibn.

amelie

Letztes Jahr stand ich durch ein paar unglückliche Zufälle kurz vor einem Silvesterdrama und war sogar schon schwerst verzweifelt, da sich erst am 30. am Abend irgendwie ergeben hat, dass ich doch nicht vollkommen „langweilig“ ins neue Jahr rutschen muss. War dann eine sehr nette Nacht in der Steiermark – aber mal ehrlich: wenn ich daheim geblieben wär und „nur“ mit meinen Eltern ein bisschen angestoßen hätte, wär’s im Prinzip auch komplett egal gewesen. Oder nicht?

Ich bin jedenfalls unglaublich glücklich, dass mir dieses Gequatsche, wo und wie gefeiert wird, heuer erspart bleibt. Die Pläne stehen: Ich darf mit meiner allerbesten „zweiten Familie“ aus Wien in das neue Jahr rutschen – noch dazu im wunderschönen Tirol. Und ich freu mich wie ein kleines Kind. Ganz schmalzig gesagt: Das Wichtigste ist doch, dass man am 31. um Mitternacht von Leuten umgeben ist, die man liebt – und dieses Jahr hab ich gleich sieben Stück davon bei mir. Herrlich.

    1. Oh stimmt. Wie war’s in Wien? Ich hab lustigerweise noch nie in Wien Silvester gefeiert.. aber was ich so höre, verpasse ich (zumindest in der Innenstadt) nur Knallerei und ungute Menschen.
      Vielen Dank!

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