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von am April 22, 2016

Immer wenn ich mit dem Zug von meinem Heimatdörfchen wieder nach Wien fahre, komme ich auf dem letzten Streckenabschnitt zwischen Wien Meidling und Wien Hauptbahnhof an dem dunkelgrauen Koloss von Hochhaus vorbei, in dem mein Herr R. wohnt. Nachdem er die letzten Male mit mir schimpfte, weil ich erst in der eigenen Wohnung angekommen über mein imaginäres Winken vor einer halben Stunde Bescheid gab, sollte es diesmal anders sein.
Diesmal schrieb ich ihm brav davor, dass ich bald an ihm vorbeirauschen würde. Ich dachte, dass er sich auf seine Loggia stellen und auf meinen vorüberziehenden Railjet herunterblicken würde und ich durch das Zugfenster und auf den Wohnblock hinaufblicken würde und wir einfach beide erahnen würden, wo der andere ungefähr ist und uns gedanklich zuwinken. Nein, natürlich nicht. Der Herr R. ist keiner, der sich mit erahnen und gedanklich winken zufrieden gibt – der Herr R. will sehen und wirklich winken. Darum gab es die klare Ansage: Auf die richtige Seite ans Fenster setzen – Handy auspacken – Blitz/Taschenlampe aktivieren und ans Fenster halten. Was mir früher ziemlich unangenehm gewesen wäre, ist mir mittlerweile auch Dank des Herrn R. um einiges egaler. Ja, liebe andere Fahrgäste, ich leuchte da gerade aus dem Fenster – schön, dass es Ihnen auffällt.
Da! Ungefähr bei der Mitte des ca. 20 Stockwerke hohen Gebäudes blinkte mir ein stroboskopisches Blitzlicht entgegen. „Schaut mal! Da oben steht mein Herr R.!“ wollte ich rufen.
Eine Stunde später bekam ich ganz unerwartet diese Fotos:

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IMG-20160330-WA0002Hihi. Ich mag so kleine Blödeleien.

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belacquastisch | Comics und Kritzeleien | Lebenszirkus

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von am März 24, 2016

Wer mir auf Instagram folgt, kennt meine F Minus-Neuinterpretation schon. Ich mag sie aber immer noch (auch wenn Foto und Zeichenkünste qualitativ zu wünschen übrig lassen – sorry not sorry). Und Tony Carrillo selbst hat’s sogar geliked! 🙂

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Das Original von Tony Carrillo sieht übrigens so aus:

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Und dazu passend finde ich auch diesen Just-a-phase-Comic von Owlturd Comix (vorbeischauen lohnt sich!) ganz großartig:
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An dieser Stelle muss man jetzt fast so etwas Schön-Schmalziges schreiben wie: Seid einfach ihr selbst und lasst euch von niemandem einreden, wie ihr zu sein habt! (Auch, wenn es nur eine Phase ist 😉 ) Na ja außer ihr mögt Strache. Oder Silent Discos. Oder findet den Kärntner Dialekt sexy. Dann seid bitte jemand anders. So oft wie möglich.

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Alltag | belacquastisch | Lebenszirkus | Lesestoff

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von am März 7, 2016

Es war nicht so ein richtiger, offizieller Neujahrsvorsatz, aber doch habe ich mir Anfang Jänner gedacht, dass ich wieder mehr Bücher lesen möchte, da ich die Monate davor irgendwie ein bisschen davon abgekommen bin. Die teilweise sogar schon angefangenen Romane auf meinem Nachtkästchen verstaubten langsam während ich meine Nase eher nur in Magazine – on- und offline – steckte. Gestern habe ich die letzten Zeilen von Buch vier dieses Jahr gelesen und stürzte mich heute Vormittag gleich in die nächsten 700 Seiten. Diesen nicht ganz offiziellen Vorsatz konnte ich also bis jetzt gut umsetzen und das lässt mein Herz frohlocken. Das mit dem Lesen ist bei mir ein bisschen wie mit körperlicher Bewegung: Ich fühle mich einfach viel besser, wenn ich es tue, auch wenn ich vorher dachte, dass ich es gar nicht vermisse.
Lesen macht glücklich und inspiriert. Für alle, die schon länger kein Buch mehr in die Hand genommen haben: Nachahmung dringend empfohlen.
Mein Buch vier war übrigens „Zusammen ist man weniger allein“ von Anna Gavalda. Es war schon eine ganze Weile auf meiner Liste und war wie erwartet bezaubernd.
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Lieblingsbücher und Buchempfehlungen darf man gerne hier lassen. Ich freue mich darüber.

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Alltag | belacquastisch | Film- Serien und TV-Welt | Lebenszirkus | Nachtleben | Sommer | Unterwegs

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von am Juli 8, 2015

Aw. Das Plakat ist mir letztens am Weg zur Alten Donau ins Auge gesprungen. Francis! Ich habe „Malcolm mittendrin“ geliiiebt. Allerdings ist die Serie vor zehn Jahren ausgelaufen und seit dem sieht man den Guten halt auch nirgends mehr. Ich finde es immer traurig, wenn Schauspieler oder Sänger in ihrem Leben nur einen großen Erfolg hatten, an den sie nie anknüpfen konnten, und dann irgendwann nur noch als „der Typ/die Tussi aus …“ durch Clubs ziehen und für ihre Anwesenheit ein wenig Kohle kassieren. Ab und zu darf man diese Personen dann auch noch „DJ“ schimpfen. So bespaßt Christopher Masterson jetzt das versnobte Publikum der Box. Der Arme. Vermutlich schaut er deshalb so grimmig. Tja. So spielt das Leben.
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Begegnungen | belacquastisch | Lebenszirkus | Sommer | Unterwegs

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von am Juni 14, 2015

Ich wollte euch diese kleine Museumsquartier-Funfact-Geschichte ohnehin schon eine Zeit lang erzählen, aber nach der Begegnung letztens erzähle ich sie euch NOCH lieber.

Kennt ihr Michael Buchinger? Für diejenigen, die diese Frage mit „Nein“ beantworten müssen: Michael Buchinger zählt zu den wenigen erfolgreichen Youtubern Österreichs und hat gestern Abend in Düsseldorf sogar einen Webvideopreis abgestaubt – Gratulation, mein Lieber! Absolut verdient meiner Meinung nach. Ich schaue mir diesen witzig-sarkastisch-originellen Herrn sehr gerne an und habe mich tierisch gefreut, dass er neulich bei unserem Naschmarkt-Frühstück nur ein paar Tische weiter gesessen ist. Und das, obwohl er doch momentan die meiste Zeit in Berlin unterwegs ist. Ich mag kleine zufällige „Promi“-Begegnungen zu meinem sonnigen Bagel-Frühstück. Die darf man gerne öfter servieren.
Jeeedenfalls hat der Michi letztens in einem seiner Videos erzählt, dass das Mumok nicht nur moderne Kunst beherbergt, sondern auch ein riesengroßes Instrument ist. Die grauen Basaltlavasteine der Fassade ergeben nämlich ein überdimensionales Xylophon. Habt ihr das gewusst? Also ich nicht. Ich war aber gleich begeistert und habe nur wenige Tage später mit meiner Begleitung auf den unterschiedlich klingenden Steinen herumgetrommelt. Ich weiß jetzt schon, dass ich das ab jetzt JEDEM erzählen werde, mit dem ich durchs Museumsquartier spaziere. Ausprobieren schwer empfohlen!
Museumsquartier

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von am Mai 28, 2015

Letztens bin ich extra einen kleinen Straßenbahn-Umweg gefahren, damit ich bei der Station Knöllgasse aussteigen und mir das neue Nychos-Graffiti anschauen kann. Der alte Eisbär (den ich euch hier schon einmal gezeigt habe) wurde gegen einen neuen, gruseligeren Eisbären ausgetauscht. Mein Handy hat mich frecherweise nur dieses eine nicht besonders gute Foto knipsen lassen und hat dann beschlossen, dass es für heute reicht. (Notiz an mich selbst: Mit weniger als zehn Prozent Akku keine Foto-Umwege mehr einlegen.) Am Heimweg ist auch noch der Henkel meiner Tasche gerissen. Das war wohl nicht mein Tag.

1429616316465Ganze vier Tage hat der Herr Nychos bunte Farbe an die 24-Meter-Wand gespinselt und gesprayt.
Hier gibt’s das Video dazu:

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