Heimat | Lebenszirkus | Unterwegs

Uuuuund Dezember.

von am Dezember 2, 2015

Da ist es irgendwie heiß, heiß, höllisch heiß und man rennt in Sommerkleidchen herum und dann irgendwann bindet man sich einen Schal um den Hals und macht ein paar Herbstausflüge, bewundert bunte Blätter und schwupps ist es Advent. Verrückt. Jedes Jahr wieder. Da ich gedanklich noch eher im Herbst als in der Adventszeit bin, möchte ich noch ein paar Herbstfotos der letzten Wochen mit euch teilen. All die wunderbaren Bilder sind von meinem Herrn V. gemacht worden. <3 Beim Schloss Belvedere, im Lainzer Tiergarten, im Zentralfriedhof und im Salzburger Lungau.

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Begegnungen | Foto-Montag | Heimat | Lebenszirkus | Sommer | Unterwegs

Foto-Montag

von am Juli 20, 2015

Ich bin gerade auf „Sommerurlaub“ in der Heimat und habe ganz spontan Besuch von meinen Jungs bekommen, die der Wiener Hitze übers Wochenende entfliehen wollten. Und wir haben wiederum dem Salzburger Land zumindest tagsüber den Rücken gekehrt um uns im schönen Millstätter See in Kärnten zu erfrischen. (Sorry, meine liebe Alte Donau, aber dieses Rennen verlierst du.) Schön wars. Sehr sogar. <3

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Alltag | Begegnungen | Heimat | Lebenszirkus | Unterwegs | Weihnachten | Winter

Die Sache mit dem Dezember

von am Januar 7, 2015

„Ich bin schon wieder dabei mein Herz zu verlieren.“ singt der Herr Urlaub auf seiner neuesten Platte – und ich kann ihn mehr als gut verstehen. Also, nicht nur akustisch. Allerdings verliere ich nicht wie er ständig mein Herz an Frauen (und bei den Männern bin ich auch weit davon entfernt) sondern an gewisse Jahresabschnittspartner, auch Monate genannt. Vor gar nicht so langer Zeit habe ich mich manchmal sagen hören, dass ich am liebsten irgendwo wohnen würde, wo ständig Sommer ist. Immer warm. Immer Sonne. Mittlerweile kann ich sagen: Bullshit. Mein Inneres lechzt geradezu nach einem ständigen Wechsel der Landschaftserscheinung und Temperatur. Aber es braucht immer ein bisschen, bis wir wieder Freunde werden. Anfangs bin ich immer etwas skeptisch und frage mich, ob es denn schon wieder so weit sein muss. „Was? Schon wieder Herbst? Kann das nicht noch warten?“. Eine Woche später schlendere ich durchs knirschende Laub und schwupps: Herz verloren. Hoffnungslos. Oktober, du hast mich. Nur kurze Zeit danach trällert der neue Band Aid-Song durch Kaufhaus-Lautsprecher und ich verdrehe die Augen so weit, dass ich fast schon in mich selbst blicken kann, bis – ja, ihr habt es schon geahnt – mein Selbst dick eingepackt in Schal und Haube in aufgeregter Weihnachtsstimmung lautstark mitsingt. Do they know it’s christmas time at aaaall?!

Dieses Jahr war ich aus irgendeinem Grund besonders verliebt in den Herrn Dezember. Man mag es kaum glauben, aber ich habe mich tatsächlich voller Motivation einige Stunden in die Küche gestellt und zwei verschiedene Kekssorten gebacken – eine davon war sogar so vorzeigbar, dass ich sie in Dosen geschlichtet, behutsam in den Koffer gepackt und der Familie vorgesetzt habe. Nach fünf Jahren in unserer Wohnung durfte ich bemerken, dass ich scheinbar noch absolut nie ein Nudelholz und Kekserlausstecher benötigt habe. (Glücklicherweise finden sich in jedem Studentenhaushalt leere Weinflaschen und Messer.) Ziemlich frech ist nur, wenn man das hart erarbeitete Endprodukt per Whatsapp-Foto dem Besten schickt und der fragt, ob die Sorte „Lieblos in Schokolade getunkte Kekse“ heißt – PAH. So fühlt sich also eine Hausfrau, die den ganzen Tag hinterm Herd steht und dann nicht gelobt wird. Als Strafe habe ich ihm dann beim nächsten Besuch auch keine mitgenommen. Nur zur Info: Sie waren KÖSTLICH. Ha.
Eine sagenhafte Frechheit ist außerdem, dass in das nicht gerade billige Fleisch des gelb-roten Supermarktes eines gewissen REWE-Konzerns Unmengen an Wasser gespritzt wird, damit die Fleischstücke schwerer sind. Da komme ich normalerweise eh nur einmal pro Jahr zu meinem geliebten Fondue und das wurde durch regelrechte Explosionen am Tisch mehr zum Desaster und weniger zum Vergnügen. Kleiner Tipp am Rande: Wer nicht Hipster genug ist und nicht schon längst auf den Vegetarisch-Vegan-Zug aufgesprungen ist, sollte Fleisch wirklich nur mehr beim Metzger seines Vertrauens kaufen. Erspart Ärger und viele Fettflecken auf schönen Hemden und mit Stoff überzogenen Bänken.

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Das war’s jetzt aber auch mit den Frechheiten, ich habe auch genug schöne Momente vorzuweisen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir das nur einbilde, aber der Dezember hatte heuer besonders viele atemberaubende Abendrot-Lichtspielereien für uns, oder? Und ich habe jede einzelne davon genossen. (Das Foto ist übrigens in enormer Panik entstanden – teilt irgendwer meine irrational große Angst, das Handy fallen zu lassen, wenn man es für das gewünschte Bild über ein Geländer/aus dem Fenster strecken muss?). Die orange-lila Wolken mussten nach dem verträumten Anstarren im Anschluss ab und zu mit orange-roten Heißgetränken begossen werden. Diese Adventszeit hat mich neben Karlsplatz, Campus & Co zum allerersten Mal endlich auch zu den kleineren, innerstädtischen Christkindlmärkten geführt (Freyung, Am Hof, Stephansplatz). Und oha, war ich überrascht, wie anders das Publikum dort teilweise ist. Mir erschließt sich zwar nicht ganz, warum genau im Ersten weniger Touristen zu finden sind, aber es ist mehr als amüsant, wenn sich die Damen und Herren der Wiener Gesellschaft mit ihren Glühweintassen in der Hand durch die Menge vorm Standl bahnen und alle paar Sekunden ein „Gestatten?“ oder „Erlauben?“ von sich geben. Das sind dann sicher auch jene, die sich die Drei-Meter-Bäume in die Altbauwohnung stellen – am Graben werden nämlich gar keine kleineren verkauft, wie ich feststellen konnte. Ob sich diese Leute wohl auch Personal für das Christbaumschmücken ins Haus holen? Ich kann und will mir gar nicht vorstellen, wie lange man auf so eine riesige Tanne glitzerndes Zeugs hinaufhängen muss, bis sie endlich wie ein gut gefüllter, schöner Weihnachtsbaum ausschaut.

Da das ganze Weihnachtstheater mit dem gestrigen Tag offiziell zu Ende gegangen ist und alle meine Dezembererlebnisse in ausschweifender, detailgetreuer Form doch etwas zu viel des Guten sind, schließe ich mit einem wirren Querschnitt:
Es kann ganz interessant sein, zuzuschauen, wie ein großer Haufen Touristen beim Après-Ski mit obligatorischer Schlagerbeschallung immer betrunkener wird. * Wenn deine Mama vor Weihnachten sagt, dass sie dir das gewünschte Geschenk nicht mehr besorgen konnte, flunkert sie – Überraschung! * Spielt eigentlich noch irgendwer Siedler von Catan und/oder Rummikub? Ja, wir! Und obwohl ich zu glauben meine, dass ich bei Gesellschaftsspielen normalerweise nicht die große Favoritin bin, habe ich sie FERTIG GEMACHT! (Ja, wir drei wissen, dass ich ziemlich übertreibe, aber lasst mir doch die Freude..). * Wenn man die geplanten Geschenke schon im Kopf hat und sich bewusst für einen ruhigen, angenehmen Tag zum Einkaufen entscheidet, kann das Ganze fast entspannend sein. * Absolut JEDER sollte ein Verwandlungskissen zu Hause haben. * Es ist tatsächlich möglich, die ganze Advents-/Weihnachtszeit ohne Gewichtszunahme zu überstehen. (Ich bin ja fast ein bisschen stolz auf mich). * Silvester sollte nur noch privat gefeiert werden, so großartig war es selten. *

Nachträglich noch ein wunderbares neues Jahr von mir! 🙂 2015 wird toll. Ich spür’s.

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Alltag | Begegnungen | Foto-Montag | Heimat | Lebenszirkus | Musik und Konzerte | Nachtleben | Sommer | Unterwegs

Foto-Montag

von am September 23, 2014

Ein letzter super-sommerlicher (leicht verspäteter) Foto-Montag zum Herbstbeginn.
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Heimat. Schaf. Mäh. Lichterfest. Alte Donau. Feuerwerk. WM Public Viewing. Blümchen hinterm Ohr. Altes AKH. Himbeeren. Mmmhhh. Mädls. Flughafen. Urlaub. Spanien. Burggarten. Im Grünen. Genießen. Sonnenbrillen-nasse-Haare-Bikini-Selfie. Meer. Strand. Popfest. Karlsplatz. Konzerte. Glücklich sein. Vienna Harley Days. Harley-Spiegelbild-Selfie. Yay.

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Alltag | Begegnungen | Heimat | Lebenszirkus | Sommer | Unterwegs | Wien

Für leiwand gegen oasch

von am Juni 29, 2014

Oh du..

oaschleiwand.S. ummersale: Wann kauft die Durchschnittsfrau eigentlich ihre Bikinis ein? Anfang Mai? Ich kann mich immer erst dazu durchringen, wenn in den Schaufenstern schon die fetten SALE-Tafeln hängen und der Sommer rein Kaufhaus-technisch schon wieder fast Geschichte ist. Das hat zur Folge, dass ich mich durch die unmöglichsten Größen wühlen muss, um irgendwo noch ein Oberteil zu ergattern, das zumindest halbwegs gut sitzt. Und hört mir bloß auf mit „Bestell doch online!“. Ich habe keine Ahnung, welche Drogen die DesignerInnen von Bademode so schlucken, aber irgendetwas läuft da gewaltig schief. Wie kann es bitte sein, dass ich teilweise ein D-Körbchen mit in die Kabine nehmen muss (von dem ich unter „normalen“ Umständen weit entfernt bin), damit meine Oberweite einigermaßen gut eingepackt ist? Bei Online-Bikini-Einkäufen müsste ich ca. 15 verschiedene Größen bestellen und im angenehmsten Fall alle 15 wieder zurückschicken. Ich hätte ja noch so einiges zu raunzen (z.B. Lichttechniker, die für Umkleidekabinen zuständig sind – Wollen Kaufhäuser eigentlich, dass wir etwas einkaufen oder schreiend und frustriert davonlaufen?), verschone euch aber damit. Am Ende meines Summersale-Wahnsinns (ich musste ja auch an einem Samstag Nachmittag einkaufen gehen..) bin ich dann doch ganz glücklich mit einigen Stücken im Sackerl heimgegangen. Das ganze Drumherum: Oasch. Ausbeute und Gefühl danach: Leiwand.

Besu .C. h: Ich freu mich ja generell immer, wenn ich Besuch aus der Heimat bekomme. Noch schöner, wenn es eine gute Freundin ist, die sich schon lange nicht mehr in Wien blicken hat lassen. Noch schöner, wenn wir wunderbares Wetter erwischen und so mit am Naschmarkt gekauften Kirschen und Erdbeeren im Burggarten sitzen können. Noch schöner, wenn im Museumsquartier „Ja, Panik“ ein gratis Konzert geben. Noch schöner, wenn der Besuch mein Lieblingslokal genauso gut findet wie ich. Noch schöner, wenn die Freundin Wien nie so toll fand und nach den paar Tagen ihre Meinung komplett ändert. Leiwand!

.H. eimat: Bei meinem letzten Heimatbesuch stellte sich bei mir eine hoffnungslose Verliebtheit ein. Jedoch hatte das nichts mit Romantik zu tun – es war mehr ein herzerwärmendes Muttergefühl. Oder so. Die Ziege von unseren Nachbarn, die im Sommer auf dem Feld neben unserem Haus wohnt, hat mit der Geburt ihrer zwei kleinen Geißlein tatsächlich auf meine Heimkehr gewartet. Oder so. Auf jeden Fall konnte ich nicht anders als sie täglich 2x zu besuchen, sie ausgiebig zu streicheln und ihnen bei den ersten tollpatschigen Geh- und Trinkversuchen zuzuschauen. Die Schafe mussten sich somit sehr bemühen auch ein bisschen meiner Aufmerksamkeit zu erhaschen. Der Schmerz der Eifersucht hat eins sogar dazu getrieben mir in den Finger zu beißen. Oder so. Allgemein die Tage in der Heimat: Leiwand.

.Ö. sterreichische Behörden: Da soll noch einer sagen die Österreichischen Behörden arbeiten langsam! Ich bin noch immer ganz verzückt, dass der Herr Briefträger nur drei Tage nach meiner Beantragung mit meinem neuen Reisepass vor der Tür stand. Schon gewusst, dass man im Internet die Wartezeiten der Magistratischen Bezirksämter abrufen kann? Grandios. Dieser feine Service hat mir viele Minuten – wenn nicht sogar Stunden – auf einem Sessel zwischen grantigen Wartenden erspart. Früh aufstehen, Passfotos in blöden Automaten knipsen (vor denen schon andere ungeduldig warten und genau hören, dass man bei der Ansage „Sind Sie mit diesem Versuch zufrieden?“ auf „Nein“ drückt) und generell Amtswege erledigen: Oasch. Das Ganze für die nächsten 10 Jahre wieder hinter mir haben: Leiwand.

Do .N. auinselfest: Nachdem es letztes Jahr so angenehm war, habe ich mich auch heuer wieder auf die Insel getraut. Das sonntägliche Regenwetter hat mir die Motivation für einen zweiten Festival-Tag genommen, aber ich kann zumindest auf einen schönen DIF-Abend mit guter Musik und lustigen Gesprächen zurückblicken. Leiwand.

Fris .E. ur: Ich hab’s getan! Ich hab mir endlich meine langen Zotteln um ca. 30 cm verkürzen lassen. Mein Friseur hat mir nach fast nicht enden wollenden Begeisterungsstürmen über Länge, Farbe, Dichte und Struktur meiner Haare dann doch schweren Herzens abgeschnitten, was ich dringend weg haben wollte. Wieder Stufen in meinen Haaren. Nicht mehr ewig Föhnen. Nicht mehr gefühlte fünf Kilo auf meinem Kopf. Kein Rapunzel-Style mehr. Sommerfrisur ahoi! Leiwand. (Das komische Gefühl des Nackt-Seins kurz danach + kurzfristige Zweifel, ob es die richtige Entscheidung war: Oasch.)

Gebu .R. tstag: Ich bin ein Zwillings-Juni-Geburtstagskind und hatte heuer das Glück, dass an meinem Tag die Sonne vom Himmel lachte und wir einen letzten Tisch in einer Strandbar am Donaukanal ergatterten. Das Glück, Freunde zu haben, die auch nach einer Stunde Schlaf und einem langen Arbeitstag auftauchen. Das Glück, Freunde zu haben, die mich gut genug kennen, um mir ausnahmslos wunderbare Dinge zu schenken, über die ich mich wahnsinnig gefreut habe. Das Glück, generell fabelhafte Freunde zu haben. Das Glück, am nächsten Tag ausschlafen zu können. Leiwand.

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.J. ulivorfreude: Nach dem Juni kommt der Juli! Ferien. Mädlsurlaub. Spanien. Valencia. Meer. Sonne. Strand. Karlsplatz. Popfest. Konzerte. Baden. Eis. Alte Donau. Kaiserwasser. Und noch viel mehr Schönes. Yayyy! Leiwand!

A .U. sflug: Am Fronleichnams-Feiertag haben wir uns zu dritt ins Auto gesetzt, um einige der großen Metropolen Österreichs abzuklappern. Ein guter Freund hatte in Linz zu tun und weil ich schon Jahre nicht mehr durch die Straßen Linz’ geschlendert bin, habe ich noch eine Freundin eingepackt, um gemeinsam in ebendiesen einen schönen Nachmittag zu verbringen. Am Abend durfte ich dann auch endlich den berühmten Griechen in St. Pölten kennenlernen, von dem mir schon so viel vorgeschwärmt und erzählt wurde (hier handelt es sich um ein Restaurant, keine Person!). Die Schwärmerei war jedoch keinesfalls übertrieben – köstlich war’s! Feiner Tag. Leiwand.

Bade .N.: Obwohl ich mich vorher schon ein wenig beschwert habe, dass das „Teich“ in „Wienerbergteich“ nach Schilf, Viecherln und viel zu viel „Natur“ klingt (ich liege lieber auf einem gestutzten, gepflegten Rasen und mag es nicht so unbedingt, wenn ich im Wasser Zeugs am Bein spüre), schaue ich mir dennoch gerne neue Plätzchen in Wien an. Davon abgesehen, dass wir relativ lange nach einem freien Schattenplatz suchten, die Familie neben uns bei 30 Grad einen Vodka nach dem anderen kippte und dort entweder nackt oder in durchsichtig werdender Unterwäsche gebadet wird, war es ein Tag, der glücklich machte. Leiwand.

WM- F .I. eber: Mit der sportlichen Wahnsinns-Krankheit lasse ich mich nur allzu gerne anstecken. Kaum zu glauben, dass ich in WM-Zeiten teilweise bei den männlichen Fußballgesprächen mitreden kann und ich mir sogar auch allein daheim viele Spiele reinziehe. Mehr Spaß macht es natürlich in Gesellschaft – Public Viewing mit unzähligen Deutschen bei einem Deutschlandspiel empfinde ich als eine der wenigen ÖsterreicherInnen als richtig cool und amüsant (Achtung: Keine Ironie!). Schwarz-rot-gold, meine Lieben, schwarz-rot-gold. Leiwand.

9,5:1,5 für leiwand – Somit ist leiwand offizieller Sieger UND Sieger der Herzen. Foul meinerseits vielleicht, dass ich den stressigeren und unschöneren Junikram gar nicht erwähne.. ach, mit einer gelben Karte kann ich gut leben. Oh du schöner Juni!

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Samstag Abend – anders.

von am Januar 20, 2014

(Viel zu spät. Aber trotzdem noch. Ist ja eh noch Jänner…)

Jetzt sitze ich hier. Trinke fragwürdigen Kaffee in einem noch fragwürdigeren Lokal und kritzle ein paar Zeilen in meinen kleinen Kalender. Die Stammtischrunde gegenüber beachtet mich mittlerweile nicht mehr. Es war doch nur wenige Minuten interessant, wer das blonde Mädchen ist und was sie hier wohl macht, wo sie doch so gar nicht hier hereinpasst. Ich bin am Weg nach Hause. In wenigen Tagen ist Weihnachten und ich freue mich auf Familienfeste, selbstgebackene Kekse und den Duft dieser kleinen Räucherkegel, die meine Mama so gerne anzündet. Und jetzt sitze ich hier.

DSC_0066Traurig, dass dieses Fest im Dezember für so viele nichts mit Gemütlichkeit und Freude zu tun hat sondern eher Depressionen auslöst. Depressionen, die unglückliche Seelen sogar dazu bewegen, nicht nur dem Weihnachtswahnsinn, sondern gleich dem ganzen Leben entfliehen zu wollen. Und das auf den Schienen der ÖBB. Ich weiß nicht genau, ob es stimmt, dass sich in dieser „besinnlichen“ Zeit mehr Menschen das Leben nehmen als in den anderen Monaten. Ab und zu hört man davon. Ab und zu kann man wieder Gegenteiliges lesen. Wenn es so ist, kann ich es sogar verstehen. Irgendwie. Innerlich muss ich seufzen. Draußen ist es schon längst dunkel und ein ungemütlicher, kalter Wind weht. Glücklicherweise konnte diesmal das Vorhaben nicht in die Tat umgesetzt werden. Die Suche nach dem Suizidgefährdeten bewirkte jedoch einen 40-minütigen Zwischenstopp meines Zuges und Ärgerlichkeit bei allen Passagieren – mich eingeschlossen. Die Anschlussschmalspurbahn (ich mag es, wenn drei S aufeinandertreffen) wartet leider nicht über eine halbe Stunde auf Weihnachtsheimkehrende aus Wien. Und jetzt sitze ich hier.
Ich schaue auf und nippe an meinem Kaffee. Aus den Lautsprechern des Radios dudeln ausgelutschte Weihnachtslieder. Als Mariah Carey mir vorsingt, was sie sich zu Weihnachten wünscht, geht die Tür auf und ein weiterer Stammgast betritt das Lokal. Er nickt der Kellnerin kurz zu und setzt sich zu der Beislgesellschaft, die sich hier samstagabends wohl immer auf Bier, Zigaretten und Tratsch trifft. Im Wiener Ur-Beisl Mäuschen zu spielen und Spira-mäßig zu hören, was dort so geplaudert und erzählt wird, würde mir ja oft gefallen. Das Wiener Beisl wurde zwar durch ein etwas heruntergekommenes, steirisches Bahnhofscafé ersetzt, aber was sich darin abspielt, ist wohl dasselbe in grün. In verschiedenen Dialekten. Zu meiner Enttäuschung sind die Gespräche am Stammtisch weniger aufregend als gedacht. Als gewünscht. Nicht einmal höre ich etwas, das mich zum Schmunzeln bringt oder über das es sich zu schreiben lohnt. Geld. Polizei. Bauarbeiten. Und hier sitze ich jetzt.
Ich schaue auf die Uhr und möchte den Minutenzeiger gerne weiter nach vorne drehen. Ein bisschen noch, dann fahre ich heim. Nur noch ein bisschen. Der Dazugestoßene hat nun auch ein Bier vor sich stehen und hält seine Flasche fast behutsam mit beiden Händen. Er hat kein Wort von sich gegeben seit er sich auf dem Stuhl am Tischende niedergelassen hat. Immer wenn ich aufschaue, sehe ich im Augenwinkel, dass er mich unaufhörlich ansieht. Fast anstarrt. Sobald ich den Kopf in seine Richtung drehe, suchen seine Augen wie bei einem ertappten Jungen blitzartig ein anderes Ziel, das sie fixieren können. Nachdem ich meinen Blick wieder senke und weiterschreibe, spüre ich seine Augen wieder auf mir ruhen. Ich kann mich nicht genau entscheiden, ob ich es lustig oder doch eher unheimlich finden soll. Ist es mein Aussehen, das ihn so fasziniert oder mehr die Tatsache, dass hier an einem Samstag Abend ein fremdes Mädchen völlig alleine sitzt und Kaffee trinkt? Vermutlich eine Mischung aus beidem. Und hier sitze ich jetzt.
Während ich mir die kitschigen Girlanden und die bunten Kugeln, die über der Bar hängen, genauer anschaue, springt die digitale Anzeige meines Handys auf die erlösende Uhrzeit und mein Alarmton erfüllt für einige Sekunden den Raum. Als ob hier der Wecker nötig gewesen wäre. Als ob ich hier die Zeit übersehen könnte. Die Melodie bewirkt, dass das Gespräch der Stammtischrunde kurz abreißt und die Kellnerin, die auch laut mitdiskutiert hatte, wieder auf mich aufmerksam wird.  Ich drücke ihr ein paar Euro in die Hand, schnappe mir meine Tasche und gehe durch die Tür in eine kalte Winternacht. Und lasse Selbstmord, Beislgesellschaften und unheimliche, alte Männer weit hinter mir.

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Ich hab da was gehört.. #5

von am August 24, 2013

Eine Freundin und ich sitzen stundenlang in einem Café und tratschen.

Die Kellnerin beim Zahlen:

„Es ist schön so eine gute Freundin zu haben, nicht? Euch zweien geht der Gesprächsstoff nie aus! Ihr hab die ganze Zeit geplaudert!“

„Ja, wir haben uns aber auch schon fast ein Jahr nicht mehr gesehen!“

„Oh ehrlich? Man hat das Gefühl ihr habt euch erst gestern das letzte Mal gesehen!“

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Fand ich überaus süß. Jetzt fühlt sich zwar nur eine angesprochen, aber ich bedanke mich bei allen vieren, mit denen jedes Treffen – auch nach längeren Kontaktpausen – immer wieder wunderbar schön und vertraut ist, wenn ich in die Heimat fahre. Danke.

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