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Ich hab da was gehört.. #24

von am August 2, 2016

R sieht sich die Büchersammlung in Ws Wohnung an und nimmt sich ein Buch aus dem Regal, um ein bisschen darin zu blättern.
W sieht das und sagt: „Boah du musst dieses Buch lesen! Das ist mein absolutes Lieblingsbuch.. wirklich sooo gut!“
R: „Oh wirklich? Ich hab noch nie etwas von dem Autor gelesen.. würde mich eh interessieren.“
W: „Nimms mit! Du wirst es sicher auch toll finden.“

Wochen später:
R: „Aaah du hattest recht! Das Buch ist wirklich sehr genial. Besonders diese eine Stelle, wo er versucht dort rauszukommen und deswegen mit der alten Frau…“
W: „Aahm ich muss dich hier gleich unterbrechen. Ich habe überhaupt keine Ahnung mehr was in dem Buch passiert.“
R: „Aber das ist doch DIE Schlüsselszene!? Du hattest doch gesagt es ist dein absolutes Lieblingsbuch??“
W: „Joa stimmt..“
R: „Das heißt, du hast keinen Schimmer mehr, was in deinem Lieblingsbuch passiert?“
W: …
R: …

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Begegnungen | Lebenszirkus | Unterwegs

Von schlechten Dates und dem Berühmtwerden

von am April 25, 2016

Hast du Lust dich heute zu treffen? Es ist zwar Jänner, aber es ist so mild draußen.. wir könnten uns an den Donaukanal setzen. Ich nehme auch eine Decke mit. Und Bier. Und auch ein bisschen was zu Essen, wenn du magst. Was hältst du davon?

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Oh, ich hielt sehr viel davon. Es war tatsächlich ein sehr, sehr milder Tag (für Jänner) und so kam mir die Idee eigentlich ziemlich romantisch vor. Ein winterliches kleines Picknick am Donaukanal mit einem Herrn, der mir die letzten Wochen einiges meiner Zeit raubte. Abends. Vor meinem Laptop sitzend. Ich hatte ihn damals lange Zeit vor Tinder und Co auf einer dieser altmodischen Freundschaftsplattformen kennengelernt, deren aufdringliche Werbung zu der Zeit ständig im Fernsehen lief. Ich kann mich erinnern, dass ich sein Profil süß und intelligent fand und auch sein verschmitztes Grinsen auf dem Schwarzweiß-Foto wickelte mich schon anfangs ein klein wenig um den Finger. Nach ein paar Nachrichten auf der Plattform tauschten wir unsere Skype-Adressen und schrieben uns abends oft stundenlang. Da wir beide in der gleichen Stadt wohnten, war es nur eine Frage der Zeit, bis wir uns treffen würden. Ich dachte zwar eher an ein Getränk in einer Bar oder einen nachmittäglichen Spaziergang mit Kaffeepause, aber Bier am Donaukanal klang für mich auch toll.
Ich kann nicht behaupten, dass dieser Tag ein einschneidendes Erlebnis für mich war, aber dennoch weiß ich bis heute, welches Outfit ich damals vor in etwa fünf Jahren aus meinem Schrank kramte. Es war ein rot-grau karierter Winterrock mit einer dicken schwarzen Strumpfhose, schwarzen Stiefletten, einer schwarzen Kunstlederjacke und einem roten Schal + Haube. Im Nachhinein kam ich nicht daran vorbei, mir des Öfteren zu denken „Im Jänner am Donaukanal! WIE naiv kann man bitte sein??“ – aber da ich mich genau erinnern kann, dass mein Outfit ohne Winterjacke und nur mit Strumpfhose temperaturtechnisch völlig ausreichend war, redete ich mir ein, nicht naiv sondern einfach eine hoffnungslose Romantikerin gewesen zu sein.
Das Treffen an sich dauerte in etwa 20 Minuten. Nicht, weil ich ihn scheiße fand. Auch nicht, weil er mich scheiße fand. Allerdings hatte er den Donaukanal nur gewählt, da er sich nicht allzu weit von seiner Wohnung wegbewegen wollte. Er schüttete sich den halben Liter Bier in kürzester Zeit die Kehle hinunter und eröffnete mir dann: „Na gut.. also ich geh jetzt heim und schau Dschungelcamp. Du kannst gerne mit. Kommst?“
Was? Wie bitte?? Dschungelcamp?? Dieses Picknick unter Sternen war kein süßer Date-Einfall sondern ein Er-wohnt-2-Minuten-vom-Donaukanal-entfernt-und-wollte-mich-einfach-nur-abschleppen? Heute denke ich mir: „Ooh, honey.“ Damals wars mehr so: „Der investiert Stuuunden über mehrere Wochen hinweg um mit mir über die großen und kleinen Fragen und Themen des Lebens zu schreiben und das alles nur für ein bisschen eventuellen Sex?? Geht das nicht in Clubs viel schneller ohne den vielen Aufwand? Waruuum? Er war doch so süß?!? …“
Ich lehnte ab. Das Date war somit nach 20 Minuten vorbei. Aus mir unerklärlichen Gründen schrieb ich ihm danach sogar noch eine Nachricht. Zurück kam: „Sorry, das war deine Chance. Eine zweite gibt es bei mir nicht. Adieu.“ Ha. Wtf.

Ja, keine sehr außergewöhnliche Geschichte. Ich will gar nicht wissen, wie viele Frauen jeden Tag feststellen, ihre wertvolle Zeit mit jemandem vergeudet zu haben, der sie nicht verdient hatte. Jedoch ergab sich vor ein paar Wochen ein mehr oder weniger aufregend-witziger Zusatz zu dem Ganzen: Jetzt, Jahre später, grinst dieser Herr aus sämtlichen Medien. Eine Zeit lang sah ich so ziemlich jeden einzelnen Tag irgendwo ein Interview mit ihm. Beim ersten „Wiedersehen“ kamen durch das bekannte Gesicht natürlich diese Erinnerungen hoch, die ich eigentlich schon ziemlich weit hinten verstaut hatte und die mich nach der Auffrischung glücklicherweise keineswegs ärgerlich, sondern eher belustigt zurückließen. Nichtsdestotrotz konnte ich nicht umhin Sachen zu denken wie: „Nageh das Würschtl ist jetzt berühmt und erfolgreich? Tzs. Wo isn dieses Karma eigentlich, wenn man es braucht?“ – und irgendwie habe ich das Gefühl, ich bin damit nicht allein.

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belacquastisch | Lebenszirkus | Öffi-Geschichten | Unterwegs

belacquastisch.

von am April 22, 2016

Immer wenn ich mit dem Zug von meinem Heimatdörfchen wieder nach Wien fahre, komme ich auf dem letzten Streckenabschnitt zwischen Wien Meidling und Wien Hauptbahnhof an dem dunkelgrauen Koloss von Hochhaus vorbei, in dem mein Herr R. wohnt. Nachdem er die letzten Male mit mir schimpfte, weil ich erst in der eigenen Wohnung angekommen über mein imaginäres Winken vor einer halben Stunde Bescheid gab, sollte es diesmal anders sein.
Diesmal schrieb ich ihm brav davor, dass ich bald an ihm vorbeirauschen würde. Ich dachte, dass er sich auf seine Loggia stellen und auf meinen vorüberziehenden Railjet herunterblicken würde und ich durch das Zugfenster und auf den Wohnblock hinaufblicken würde und wir einfach beide erahnen würden, wo der andere ungefähr ist und uns gedanklich zuwinken. Nein, natürlich nicht. Der Herr R. ist keiner, der sich mit erahnen und gedanklich winken zufrieden gibt – der Herr R. will sehen und wirklich winken. Darum gab es die klare Ansage: Auf die richtige Seite ans Fenster setzen – Handy auspacken – Blitz/Taschenlampe aktivieren und ans Fenster halten. Was mir früher ziemlich unangenehm gewesen wäre, ist mir mittlerweile auch Dank des Herrn R. um einiges egaler. Ja, liebe andere Fahrgäste, ich leuchte da gerade aus dem Fenster – schön, dass es Ihnen auffällt.
Da! Ungefähr bei der Mitte des ca. 20 Stockwerke hohen Gebäudes blinkte mir ein stroboskopisches Blitzlicht entgegen. „Schaut mal! Da oben steht mein Herr R.!“ wollte ich rufen.
Eine Stunde später bekam ich ganz unerwartet diese Fotos:

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IMG-20160330-WA0002Hihi. Ich mag so kleine Blödeleien.

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Ich hab da was gehört.. #23

von am

Zwei ca. 35-jährige Männer sitzen am späten Nachmittag auf einer Parkbank.
Der eine erzählt dem anderen:
„Zu Ostern war ich mit Rosa am Land. Weißt eh, in der Steiermark bei der Katharina. Bevor wir dann die Katharina besucht haben, sind wir kurz in einem typischen Landgasthaus eingekehrt. Die Kleine hat sich schon etwas skeptisch im Lokal umgesehen, aber nichts gesagt.
Sie dann: „Papa, kann ich ein Kombucha haben?“
Der Wirt steht daneben: „Hm? Des homma ned.“
Rosa weiter: „Hmpfs.. dann hätte ich gern einen Matcha-Eistee. Oder ein Makava.“
Der Wirt schaut mich schräg an. Ich dann „Süße, das gibt’s hier nicht. Wie wärs, wenn du einfach eine Fanta oder einen Apfelsaft nimmst?“
Sie rümpft die Nase: „Fanta?? … Ich nehm eine Cola. Light!“
Meine Güte, sie ist so ein Stadtkind. Ich glaub, ich muss öfter mal mit ihr rausfahren..“

Öhm. Ja, das glaube ich auch.

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Momentaufnahme #3

von am April 8, 2016

Ich sitze in einem Bus, der irgendwo zwischen Mürzzuschlag und Wiener Neustadt über die Semmeringer Schnellstraße brettert. Da in der Semmeringer Gegend Bauarbeiten an den Zugschienen durchgeführt werden, musste der gesamte Railjet bzw. seine Passagiere in Busse verfrachtet werden. Was mir zuerst furchtbar lästig erschien, hat im Endeffekt auf der Lästigkeitsskala von 1 bis 10 glücklicherweise nur läppische 3 Punkte abgeräumt. Bei den ÖBB arbeiten anscheinend doch ganz fähige Leute. Zumindest ab und zu.
Ich habe einen angenehmen Fensterplatz ergattert und schaue der vorbeiziehenden, sich zu einem grünbraungrauen Brei vermischenden Landschaft zu. Über ihr erstreckt sich eine blitzblaue Himmelsuppe, die alles zu umarmen scheint. Es ist nach 18 Uhr und der Himmel ist nach der Zeitumstellung am Wochenende immer noch wie direkt kopiert aus einem Werbesujet für Urlaub in Kroatien. Vor mir kuschelt ein Pärchen und unterhält sich leise kichernd auf Tschechisch (zumindest hat es sich für mich Tschechisch angehört). Sie zwirbelt eine haselnussbraune Lockensträhne um ihren Zeigefinger während er sie noch näher an sich drückt und ihr etwas ins Ohr flüstert. „Oh Baby deine braunen Löckchen sehen heute besonders bezaubernd aus!“ Oder so. Vielleicht auch „Oh Baby wer ist eigentlich für die hässlichen Sitzbezug-Designs in Bussen verantwortlich?“. Diese Muster auf den Bussitzen sehen immer so aus wie das, was ich früher im Paint produziert habe, bevor ich Spiele auf Disketten, Minesweeper und Chatrooms entdeckt habe.
Rechts neben mir findet das langweiligste Gespräch der Welt statt, das mich wieder einmal daran erinnert, warum mir belangloser Smalltalk oft so zuwider ist. Wo wohnst du denn jetzt in Wien? Im 9. In der Soundsostraße. Achso da. Ums Eck war ich mal bei einem guten Japaner.. mir fällt gerade der Name nicht ein. Aso mhm den kenne ich nicht, aber muss ich mal ausprobieren. Ja unbedingt. Ich schreibe gerade an meiner Diplomarbeit über arbeitslose Tauben am Hauptbahnhof. Mhm klingt spannend. Ich arbeite in einem Marktforschungsinstitut und versuche gerade in Gruppendiskussionen herauszufinden wie eine neue Kopfschmerzmittelkampagne so ankommt – aber pssst bitte nicht weitererzählen, ich darf dazu eigentlich noch nichts sagen. Nein nein natürlich nicht. (Dabei würde sie doch so gern – ihr gesamter Freundes- und Bekanntenkreis interessiert sich sehr dafür.) Ich stecke mir meine Kopfhörer in die Ohren, schließe die Augen und lasse mich von den leicht wippenden Bewegungen des fahrenden Busses in einen dösigen Zustand schaukeln. Noch zwei Stunden bis zur innigen Umarmung meines Herzensmenschen. Ich kann es kaum erwarten.

„Ich bin ein Clown und sammle Momente.“

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belacquastisch.

von am März 24, 2016

Wer mir auf Instagram folgt, kennt meine F Minus-Neuinterpretation schon. Ich mag sie aber immer noch (auch wenn Foto und Zeichenkünste qualitativ zu wünschen übrig lassen – sorry not sorry). Und Tony Carrillo selbst hat’s sogar geliked! 🙂

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Das Original von Tony Carrillo sieht übrigens so aus:

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Und dazu passend finde ich auch diesen Just-a-phase-Comic von Owlturd Comix (vorbeischauen lohnt sich!) ganz großartig:
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An dieser Stelle muss man jetzt fast so etwas Schön-Schmalziges schreiben wie: Seid einfach ihr selbst und lasst euch von niemandem einreden, wie ihr zu sein habt! (Auch, wenn es nur eine Phase ist 😉 ) Na ja außer ihr mögt Strache. Oder Silent Discos. Oder findet den Kärntner Dialekt sexy. Dann seid bitte jemand anders. So oft wie möglich.

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Ich hab da was gehört.. #22

von am März 11, 2016

Klopapieredition:

Eine Frau am Telefon wenige Schritte vor mir:
„Daaanke fürs Klopapier austauschen, Schatz! Ich hatte heute so einen Stress und gar keine Zeit mehr dafür. Wirklich vielen Dank! Okay.. ja. Danke nochmal, Schatz! Nein nein, wollt mich nur schnell bei dir bedanken. Bis später. Bussi!“

Wenn eure „bessere Hälfte“ dermaßen wenig im Haushalt mithilft, dass eine Dankesrede nach einem Klopapiertausch angebracht ist, solltet ihr vielleicht noch einmal über die Beziehung nachdenken.

-.-

Man erzählt mir letztens:
„Die X. will kein Klopapier kaufen, weil sie das nicht mag. Sie hat das Gefühl, dass die Leute bei der Kassa dann immer so komisch schauen und sie fühlt sich dabei voll unwohl. Darum kaufen Freunde von ihr Klopapier für sie – immer gleich voll viel auf einmal. Sie hat ein kleines Klopapier-Lager in der Wohnung.“

Also wirklich. Ich kann das noch immer nicht ganz begreifen und weiß gar nicht genau, wo ich anfangen soll. Damit, dass manche Frauen scheinbar echte Probleme mit ihren Körperfunktionen haben? Damit, dass es den Leuten bei der Kassa sowas von egal ist, ob du Klopapier kaufst? Damit, dass unsere Gesellschaft leider Signale aussendet, die erwachsene Frauen dazu bringen, sich für Dinge zu schämen, die ganz normal sind? Ich bin sprachlos.

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von am März 7, 2016

Es war nicht so ein richtiger, offizieller Neujahrsvorsatz, aber doch habe ich mir Anfang Jänner gedacht, dass ich wieder mehr Bücher lesen möchte, da ich die Monate davor irgendwie ein bisschen davon abgekommen bin. Die teilweise sogar schon angefangenen Romane auf meinem Nachtkästchen verstaubten langsam während ich meine Nase eher nur in Magazine – on- und offline – steckte. Gestern habe ich die letzten Zeilen von Buch vier dieses Jahr gelesen und stürzte mich heute Vormittag gleich in die nächsten 700 Seiten. Diesen nicht ganz offiziellen Vorsatz konnte ich also bis jetzt gut umsetzen und das lässt mein Herz frohlocken. Das mit dem Lesen ist bei mir ein bisschen wie mit körperlicher Bewegung: Ich fühle mich einfach viel besser, wenn ich es tue, auch wenn ich vorher dachte, dass ich es gar nicht vermisse.
Lesen macht glücklich und inspiriert. Für alle, die schon länger kein Buch mehr in die Hand genommen haben: Nachahmung dringend empfohlen.
Mein Buch vier war übrigens „Zusammen ist man weniger allein“ von Anna Gavalda. Es war schon eine ganze Weile auf meiner Liste und war wie erwartet bezaubernd.
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Lieblingsbücher und Buchempfehlungen darf man gerne hier lassen. Ich freue mich darüber.

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Die Sache mit den dämlichen Binden-Werbungen

von am März 5, 2016

Nicht selten bleibe ich verwundert zurück, wenn ich mir anschaue, welchen Stuss die Werbemenschen dieser Welt teilweise produzieren. Beispielsweise, wenn es um verschiedene Techniken des Auffangens von Menstruationsblut geht. Diese Damen-Hygieneartikel-Thematik bzw. Damen-Hygieneartikel-Problematik wurde schon öfters (aber offenbar nicht oft genug) aufgegriffen und diskutiert – ich muss mich hiermit den kritischen Stimmen anschließen und mich auch kurz dazu auslassen. Momentan laufen wieder einige Spots, die mich bei jedem Sehen aufs Neue nerven. Meine Güte, was sind wir alle glücklich und aktiv, wenn wir unsere Tage haben. Wir bewegen uns ständig und machen die verrücktesten Sachen. Wir tanzen. Wir springen. Wir reiten. Wir paragleiten. Wir besteigen 8000er. Und wir fühlen uns grandios. Immer. Und vor allem tragen wir während unserer Periode und der Ausübung unserer ausgefallenen Hobbys ausschließlich und jederzeit knappe, dünne, fast durchsichtige, weiße Kleidung. Und Röcke. Vor allem ganz kurze Röcke! Wir schlafen nur in reinweißer Bettwäsche und tragen dabei weiße oder wahlweise blassrosa Höschen. Generell hat unsere Menstruation mit einer Blutung nichts zu tun. Unsere abgestorbene Gebärmutterschleimhaut ist ein himmelblaues Wässerchen, in dem sich manchmal sogar ein paar Glitzersternchen finden. Und Einhörner auf Regenbögen.

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Ich hab da was gehört.. #21

von am März 1, 2016

Abends in einer Bar. Gespräch einer Mädlsrunde.

A: „Ich hab mir überlegt.. ich mach demnächst eine Sachen-Zurückgeb-Party. Ich lade euch auf ein paar Getränke ein und dann kann C. ihr Vampirbuch mitnehmen und…“
B: „Was? Was sollen die denn bitte mit einem Vampirbuch???“
A: „Hm? Na C.s Buch liegt schon ewig bei mir, weil ich damals im Urlaub nichts mehr zu lesen hatte. Und du kannst deine Tasche mitnehmen. Und die Bücher vom D. sind auch noch immer in meinem Regal.“
B: „ACHSO! ‚Sachen-Zurückgeb-Party!!‘ Haha. Ich dachte so auf ‚Uns geht’s so gut, ich möchte mal was zurückgeben‘ machst du eine Art Spendensammlung! Für Flüchtlinge oder so..“
A: „Ohh nein, so sozial bin ich nicht.“
B: „Ja ich merk schon.. du willst nur unseren Krempel aus deiner Wohnung schaffen.“

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