Dein ultimativer Social Media-Festivalguide

Der Sommer hat vor ein paar Tagen nun offiziell begonnen und auch wenn einige große Festivals dieses Jahres schon wieder Geschichte sind, geht die Festivalsaison dennoch jetzt erst so richtig los.
Ach Festivals! Hier dreht sich alles um Musik, gute Laune, Freiheitsgefühl, schöne Momente und die perfekte Social Media-Präsenz. Gehörst du zu denjenigen, die in nächster Zeit eins dieser Festival-Dinger nutzen möchten, um deinen Freunden, Bekannten und dem Typ von dieser einen Party zu zeigen, was für ein perfektes, grandioses, lustiges Leben du führst? Dann bist du hier richtig! Ich habe einige Tipps für dich zusammengestellt, wie du dein nächstes Festival bestmöglich nutzen kannst, um über dein trauriges Leben hinwegzutäuschen und gleichzeitig mehr Likes zu bekommen als die Anzahl der Avocados, die du die letzten zwei Jahre verspeist hast:

Vorfreude posten
Die Arbeit beginnt nicht erst kurz vor der Anreise zum Festival deiner Wahl – nein, es beginnt mit unzähligen Vorfreude-Postings. Hier kannst du richtig kreativ sein: Poste ein Foto deines Tickets, poste Umfragen, welche Outfits du mitnehmen sollst, poste Songs von Bands, die auftreten werden, you get it. Der Inhalt ist egal, wichtig ist nur: Ziere deine Postings mit ganz vielen bunten Herzchen- und Tralala-Party-Emojis und schreibe jedes Mal mit vielen Ausrufezeichen, wie sehr du dich auf diese Tage freust und wie genial dieses Festival mit den besten Menschen, die du Freunde nennst, und diesen tollen Künstlern, von denen du noch nie gehört hast, werden wird. Es gibt dabei kein zu viel. Gehe ruhig all deinen Followern schon vor dem Event so richtig auf die Nerven.

Häuschen mieten
Schlafe niemals in einem selbst mitgebrachten Zelt auf dem Campingplatz mit dem Pöbel. Wenn du nicht ohnehin in einem Hotel schläfst, mietest du dir natürlich so ein süßes, buntes Komfort-Häuschen oder so ein Wigwam-Ding, die mittlerweile alle Festivals für moderate Preise um die 4499,- zur Verfügung stellen. Das zeigt nicht nur bei allen Postings wie speziell du bist – nein, dort gibt es auch die lebenswichtigen Steckdosen und zusätzlich ist der Bereich immer abgesperrt, so dass deine Fotoshootings viel unkomplizierter abgewickelt werden können.

Accessoires, Accessoires, Accessoires
Was soll ich sagen. Ohne haufenweise goldene Klebe-Tattoos, Glitzersteinchen fürs Gesicht, Blumenkränze/Haarbänder/Hüte, Fransen-Shorts/Fransen-Taschen/Fransen-Westen, Netzstrumpfhosen, Booties in verschiedenen Farben, zehn Sneaker-Paare zum Wechseln, Boho-Ketten und Boho-Ringe, hunderte Armbändchen und fünfzehn Spitzen-BHs bist du nicht ready.

Iss das Richtige
Oder tu zumindest so. Ideal wäre, wenn du dich vor dem Festival zur Form deines Lebens hungerst und trainierst, damit du deinen flachen Bauch in Croptops und deine Thigh-Gap in Mini-Jeansshorts präsentieren kannst. Um deinen Followern zu zeigen, dass du Kalorien zählen, Low-Carb und den ganzen Blödsinn dennoch nicht nötig hast und einfach von Natur aus so ein heißes Gerät bist, solltest du jeden Festival-Tag mindestens zwei Fotos online stellen, auf denen zu sehen ist, wie du scheinbar Pizza, Burger und sonstiges Festival-Fastfood verdrückst. Die Leute lieben dünne Mädchen, die fettiges Essen in sich hineinstopfen. Du findest danach sicher irgendwelche Betrunkenen, die das Zeug tatsächlich essen wollen. Nachdem du das erledigt hast, solltest du den einzigen Smoothie-Stand am ganzen Gelände suchen und einen 15-Euro-Gurken-Limetten-Kohl-Smoothie trinken – das muss reichen. Fülle den Bauch bei akutem Hungergefühl mit Wasser. Aber bitte nicht zu viel, du willst doch keinen Blähbauch auf den Fotos haben.

Vergiss die Musik
Die Konzerte müssen dir komplett egal sein, schließlich ist es vor der Bühne nur heiß, eng, staubig, verschwitzt und all das, was schlecht für dein Aussehen ist. Wenn alle anderen vor den Bühnen feiern, kannst du auf deinem Blog und sämtlichen Social Media-Kanälen deine neidischen Follower auf den neuesten Stand bringen. Schau einfach im Internet nach, wer gerade auf der Bühne steht und checke regelmäßig, was andere vom Festival so tweeten, damit auch du sofort aktuelle Statusnachrichten posten kannst. In der restlichen Zeit solltest du dir gute Foto-Locations suchen und die Speicherkarte deiner Spiegelreflexkamera zum Glühen bringen. Absoluter Geheimtipp: Bei jedem Festival gibt es ein Riesenrad, das sich besonders gut im Hintergrund deiner Fotos macht. Ohne ein freiwilliges Opfer wird das allerdings schwierig, also bringe am besten einen verzweifelten und naiven Mann mit, der so tief in der Friendzone steckt, dass er alles für dich tun würde. Für den idealen Content kommst du jedoch nicht ganz an der Musik vorbei: Irgendwann solltest tatsächlich auch du kurz den Bereich vor der Bühne aufsuchen (bei Sonnenuntergang!) und dir dort einen gut gebauten Typen angeln, auf dessen Schultern du dich setzen kannst. Schmeiß dabei die Hände in die Höhe und lass dich von hinten fotografieren – Hashtag Festivalfeeling, Hashtag Lieblingsband, Hashtag Bestconcertever, Hashtag Ilovemylife.

Frag dich, was zum Teufel du da eigentlich machst
Zusatzaufgabe für den Heimweg: Denke gründlich darüber nach, was für ein oberflächliches, erbärmliches und lächerliches Wesen aus dir geworden ist. Weine.

Das Gefühl, wenn…

…du eine Band, die du sehr magst, das erste Mal live siehst und du von deiner Recherche schon weißt, dass sie bei allen vorhergehenden Terminen der Tour immer dieselbe Setlist gespielt haben und dein Lieblingslied nie dabei war – und dann kurz vor Ende des Auftritts ganz unverhofft auf einmal die ersten Akkorde dieses Lieblingslieds ertönen.

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Die Sache mit dem Verlieben und der Lieblingsband

Letztens ist mir aufgefallen: Sich verlieben ist wie eine neue Lieblingsband entdecken.
Irgendjemand stellt sie dir vor oder du hörst sie zufällig in einer Bar oder du entdeckst sie im Internet und nach diesem ersten Kontakt bist du gleich ziemlich begeistert. Anfangs ganz überrascht und glücklich über den Fund willst du ganz euphorisch mehr von ihr hören und sie besser kennenlernen und überhaupt alles von ihr wissen. Was sie in der Vergangenheit so gemacht hat und wo sie herkommt und wo sie schon überall war. Du willst so viel Zeit wie möglich mit ihr verbringen und findest nicht einmal die vielleicht vorhandenen, anfänglichen Jugendsünden von ihr peinlich oder schrecklich, da du weißt, dass diese Sünden auch maßgeblich für die Entwicklung in dieses wunderschöne heutige Sein verantwortlich waren. Du gibst sehr gerne Geld für sie aus und fährst oder fliegst auch in andere Städte um sie für ein paar Stunden zu sehen. Du findest dich des Öfteren auf ihrer Facebook- oder Instagramseite wieder nur um zu schauen, was sie so machen. Wenn du sie siehst, bekommst du Gänsehaut und nach jedem Treffen schwärmst du deinen Freunden von ihr vor. Doch wie so oft kann es nach dem Anfangsglücksrausch und Hochgefühl ganz verschiedene Fortsetzungen geben:

Szenario 1: Diese eine Band bleibt die absolute Lieblingsband. Auch nach Jahren findest du sie noch großartig. Immer wenn du sie hörst, bist du so hingerissen wie am ersten Tag und du hast das Gefühl, dass du sie nie satt haben oder von ihr genug bekommen wirst. Alles, was sie neu herausbringen, findest du fabelhaft und bringt dich dazu, dich immer noch ein bisschen mehr in sie zu verlieben. Klar, einzelne Stücke treffen vielleicht nicht immer ganz deinen Nerv, aber alles in allem weißt du: Es ist die Liebe fürs Leben.

Szenario 2: Nach der Anfangseuphorie merkst du irgendwann, dass da vielleicht doch die altbekannte rosarote Brille ihre Finger im Spiel hatte. Ja, sie ist schon ziemlich toll, aber du verstehst schon bald, dass es gar nicht so wenige andere Bands gibt, die genauso gutes, wenn nicht besseres Zeug produzieren. Selbst die ehemaligen Lieblingslieder fühlen sich jetzt ungewohnt und fremd an. In so manchen Stunden hörst du zwar gerne mal rein, bist dir aber sicher, dass ein „Lass uns Freunde bleiben“ die bessere Wahl ist.

Szenario 3: Du stellst irgendwann fest, dass sich die Band in eine Richtung entwickelt hat, die dir so gar nicht gefällt. Die neuen Songs sind alles andere als dein Stil, haben einfach nichts mehr mit dir zu tun und du bist enttäuscht, dass es so gekommen ist. Was war es, das dich zu Beginn so in den Bann gezogen hat? Du weißt es nicht mehr genau. Es scheint, als wären die Gegensätze zwischen euch monumental und unüberbrückbar geworden. Die Luft ist draußen. Wenn du sie hörst, nervt sie dich mehr als sie dir Freude bereitet. Alles was bleibt, ist die Erinnerung an die schöne, vergangene Zeit, die so nie wieder zurückkommen wird.

Die Sache mit der Sommerpause

Wie alle diese Fernsehfuzzis, Politiker und Fußballspieler habe auch ich mir dieses Jahr eine Sommerpause gegönnt. Na gut, vielleicht ist sie etwas länger ausgefallen. Aber der Sommer ist halt auch so wahnsinnig heiß und so wahnsinnig aufregend und so wahnsinnig wahnsinnig. Oder so. Ihr wisst schon.
Es regnet, ich bin erkältet und irgendwie habe ich schon wieder fast vergessen, wie sich Sommer anfühlt. Aber ich glaube, das mit dem kurz Revue passieren lassen funktioniert noch. Ich werde euch jetzt allerdings nicht mit tollen Sommererlebnissen langweilen. Na ja, vielleicht ein bisschen. Aber nur mit ein paar lustigen Anekdoten. Oder skurrilen. Oder schönen. NA GUT, ich langweile euch jetzt doch mit tollen Sommererlebnissen (und mit Sommer meine ich die gesamte Zeit bis jetzt). Aber nur mit einigen wenigen. In Kurzform.

Wer ist Kurt Razelli? Und warum trägt er ausgerechnet eine Schwarzenegger-Maske? Der Auftritt von ihm im Rahmen des Popfests im Brut war wohl eines der schrägsten „Konzerte“, auf denen ich jemals war. Ein Publikum, das laut „Hypo Alpe Adria“ mitgröhlt, hat definitiv etwas Bizarres.

Welche lustigen Anekdoten und Sprüche habt ihr im Freibad von euren Nachbarn gehört? Eins meiner Highlights: Ein kleiner Bub (geschätzte 7 Jahre) stopft sich seine Badehose beim Hintern mit einem Handtuch aus und schreit „Schau Oma!! Wie die Kim Kardashian!!“ Ich habe leider nicht mitbekommen, ob die Oma tatsächlich wusste, wer Kim Kardashian ist.

Was läuft eigentlich in Stermanns und Grissemanns Köpfen falsch? Ich habe Karten für das Stück „Für die Eltern was Perverses“ im Rabenhoftheater gewonnen und fand es neben lustig auch sehr.. seltsam. Aber lustig-seltsam. Immerhin. Zusätzlich amüsiert hat mich, dass Stermann nur 10 Minuten nach dem Auftritt mit uns in derselben U-Bahn saß. Ich stelle mir das so vor, dass die zwei sich nach dem Abschlussapplaus hinter der Bühne kurz anschauen und „Jo.. eh. War scheiße eigentlich, aber hat schon passt.“ zueinander sagen und gehen.

Ist es eigentlich normal, dass in England niemand eine Zugabe hören will? Ich war auf einem kleinen Konzert in London und nachdem die Band bekannt gab, dass das nächste Lied das letzte sein wird, hat danach jeder kurz applaudiert und ohne Weiteres sofort den Saal verlassen. Das hat uns sehr verwirrt. (Nein, das Konzert war nicht mies.)

Was ist ein großartiges Date für euch? Was muss passieren? Ich weiß jetzt, dass spontane Cocktails, über den nächtlichen Naschmarkt schlendern und stundenlange intime Plaudereien über den Dächern Wiens auf jeden Fall dazugehören.

Habt ihr manchmal Lust auf typische Touri-Sachen in der eigenen Stadt oder nervt euch das nur? Ich war mit meinem lieben Besuch das erste Mal im Madame Tussauds in Wien, einfach weil wir irgendwie Lust darauf hatten. Und schossen dabei selbstverständlich furchtbar klischeehafte Fotos. Ja, ich habe Johnny Depp geküsst. Und Elvis. Und Brad Pitt.

Wart ihr letzten Samstag auch am Heldenplatz? Mit über 100.000 Menschen zu schweigen und zu „Schrei nach Liebe“ abzugehen –> Gänsehaut pur. Danke dafür. Refugees welcome.

Noch ein paar Erkenntnisse:
Es fühlt sich gar nicht so falsch an, bei 30 Grad eine Winterhaube zu kaufen.
Sorry an alle Katzenbesitzer da draußen, aber die schönsten und liebsten Katzen Wiens (nein, vermutlich der ganzen Welt) leben in Margareten.
Graz ist schon auch ziemlich cool.
Sonnenbrillen mit Herzchen-Gläsern kommen gut an.
Mr. Robot und Fargo sind großartige Serien.
Shoppen kann furchtbar nervig sein.
Nach sechs Jahren in der Wohnung besitze ich keine Zitronenpresse.
Wer dem Internet glaubt und gegen trockenen Reizhusten gewürfelte Zwiebeln neben dem Bett aufstellt, wacht gefühlsmäßig in einem Kebabstandl auf.
In London gibt es eindeutig zu wenige Mütter, die sagen „Nein Mädl.. es ist viel zu kalt. So gehst du nicht aus dem Haus!“.
Manche Menschen wissen nicht wer Audrey Hepburn oder Freddie Mercury ist.
Sollte das mit meinem Leben in Wien nicht so funktionieren, gehe ich nach Camden Town und werde Punk.

So. Das wars auch schon. Ab jetzt lesen wir uns wieder öfter. Ich freu mich drauf.

Momentaufnahme #2

nova rockDie großzügig aufgetragene Sonnencreme auf meiner blassen Haut vermischt sich in der brütenden Hitze langsam mit dem von der tanzenden Menge aufgewirbelten Staub und setzt sich in den kleinen Fältchen auf meinen Armen und Beinen ab. Es ist Nachmittag und die meisten der vielen tausend Menschen lümmeln noch ausgestreckt in ihren Campingssesseln oder haben sich im Idealfall ein schattiges Plätzchen gesucht, um sich von der langen vorangegangenen Nacht zu erholen und Energie für die nächste lange Nacht zu tanken. Die Menschenmenge vor der Bühne ist somit noch recht überschaubar. Wir stehen angenehm locker in der zweiten Reihe und bekommen so sogar schon was von dem bisschen Schatten ab, den die Bühne auf das Feld vor ihr wirft. Die Windräder im Hintergrund drehen unermüdlich ihre Runden. Um uns erstreckt sich die burgenländische und ungarische Weite. Kein Hügelchen ist zu sehen. Vor mir an der Absperrung lehnt ein Mädel im Toten Hosen-Shirt und ich weiß, dass sie hier noch viele Stunden ihren Platz verteidigen muss bis sie endlich ihre Lieblingsband von der ersten Reihe aus bestaunen kann. Sie begrüßt einen gerade dazugestoßenen Typ mit blondem Iro, der das Logo der Band sogar bunt gestochen auf seinem Oberarm trägt. Als Hardcore-Fan kennt man sich wohl. Frank Turner, der gerade nur wenige Meter vor ihr „The Road“ zum besten gibt, interessiert sie wenig. Und dass er genau in diesem Lied die Zeilen „Well, I’ve travelled many countries, washed my feet in many seas. I’ve drank with grifters in Vienna and with punks in old D.C.“ flötet, interessiert sie vermutlich noch viel weniger. Franks obligatorisches weißes Hemd ist durchgeschwitzt und klebt durchsichtig an seiner Haut. Mir fällt auf, dass die Tattoos an seinen Armen reichlich Zuwachs bekommen haben seit ich ihn das letzte Mal sah. Die Temperaturen jenseits der dreißig Grad halten ihn nicht davon ab ein weiteres Mal mit Leidenschaft in die Gitarre zu hauen und sich wild zur Musik zu bewegen. Mein Blick schweift zu den anderen Bandmitgliedern und ich muss lachen, weil mir mein Bester letztens erzählt hat, dass die immer gleichen spastischen Bewegungsabläufe des Bassisten ein Nicht-hinschauen-aber-auch-nicht-wegschauen-können-Gefühl bei ihm auslösen. Wie recht er hat. Frank grinst sein charmantes Lächeln in die Menge und fordert sein Publikum zum Mitsingen auf. Ich strecke meine Arme in die Luft, tanze, soweit es mein Getränk in der Hand zulässt, und singe laut mit. Ich fühle mich glücklich und frei und weiß, dass heute noch viele schöne Momente wie dieser vor mir liegen.

„Ich bin ein Clown und sammle Momente.“

Die Sache mit dem Ohrwurm

1421009747735Manchmal ist in meinem Kopf eine Jukebox, auf der immer und immer wieder dieselben Knöpfe gedrückt werden. Diese monotone Bewegung erfolgt nicht nur durch Geisterhand – oft bin ich es selbst, die eine Münze nach der anderen in den Automaten wirft und das Lied auf Dauerrotation laufen lässt. Bis die Schallplatte unfreiwillig hängen bleibt und die Nadel ein ums andere Mal zurückspringt. Erbarmungslos. Kompromisslos. In leichter Verzweiflung wird darauf oft die ganze Maschine abgewürgt, um sie neu zu starten. Auch wenn ich dann wild auf alle anderen Tasten einschlage, bahnt sich dieser eine Song gnadenlos seinen Weg zurück in meine Gedankenwelt. Er will die Dauerschleife sein. Und die bleibt er auch. Tragischerweise hat der Prozess normalerweise nichts mit Zufall zu tun – die Umdrehungen in meinem Kopf habe ich mir selbst ausgesucht. Sie beginnen mit einem „Oh – ich mag dich“, werden zu einer erfüllten Verliebtheit und erreichen ihren Zenit in der Vergewaltigung des Replay-Buttons. Doch nur kurze Zeit danach beginnt man, sich auseinanderzuleben. Man liebt sich zwar, geht sich aber nach und nach immer mehr auf die Nerven. Man kann nicht mit-, aber auch nicht ohneeinander. Du bist da – konstant. Du kommst mir in den Sinn – am Morgen, wenn ich mich aus meinem Bett schäle, untertags in jeder erdenklichen Situation und am Abend, wenn ich versuche einzuschlafen. Aber es reicht. Wirklich. Es liegt nicht an dir, es liegt an mir. Wir müssen uns trennen. Es ist aus.

Foto-Montag

kk1kk2Mitte September gaben die Herren von Kraftklub ein gratis Überraschungskonzert auf der Donauinsel. Ich habe glücklicherweise ein Bändchen „ergattert“ (an dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an meinen Besten :*), obwohl wir festgestellt haben, dass die niedrigen Mülleimer- und Fahrzeugabsperrungen ohnehin auch den Zaungästen den Konzertgenuss nicht verwehrten.
Vor ein paar Jahren habe ich sie noch als kleine, unbekannte Vorband gesehen und war mir damals schon sicher, dass die Jungs groß werden. Tolle Aktion, tolle Show, tolles neues Album – danke für den Zwischenstopp in Wien, meine Lieben!

Foto-Montag

Ein letzter super-sommerlicher (leicht verspäteter) Foto-Montag zum Herbstbeginn.
fms1
Heimat. Schaf. Mäh. Lichterfest. Alte Donau. Feuerwerk. WM Public Viewing. Blümchen hinterm Ohr. Altes AKH. Himbeeren. Mmmhhh. Mädls. Flughafen. Urlaub. Spanien. Burggarten. Im Grünen. Genießen. Sonnenbrillen-nasse-Haare-Bikini-Selfie. Meer. Strand. Popfest. Karlsplatz. Konzerte. Glücklich sein. Vienna Harley Days. Harley-Spiegelbild-Selfie. Yay.

Foto-Montag

graetzltippsIch bin durch einige Grätzln Wiens geschlendert und habe für stadtbekannt ein paar Zeilen darüber geschrieben:
Der Spittelberg
Das Hundertwasserviertel
Rund um die Philadelphiabrücke
visEnde Mai ging das Vienna Independent Shorts Kurzfilmfestival über die Bühne, bei dem ich auch mit einigem Geschreibsel mitarbeiten durfte. Der VIS-Blog war meine Abteilung, für den ich beispielsweise mit Mihai Grecu, einem der Artists in Residence, über seine Arbeit geplaudert habe. Natürlich hab ich mir am Screensessions-Tag den Gig von der belgischen Band BRNS nicht entgehen lassen und war auch bei der Eröffnung, Preisverleihung und einigen Programmen im Kinosaal live dabei. War eine sehr feine Woche und eine tolle Erfahrung.

Ich hab da was gehört.. #10

1508052_522733571157483_1367679033_nBei einem relativ kleinen Konzert im Chaya Fuera. Der Frontman plaudert ins Mikro, eine Gruppe hinter uns unterhält sich so dermaßen laut, dass man kein Wort des Bandmitglieds verstehen kann. Alle rundherum sind mehr als genervt. Insgesamt wurden sie von mindestens vier verschiedenen Leuten gebeten doch bitte etwas leiser zu sein. Die Antworten der äußerst sympathischen Gruppe waren so dämlich, dass ich sie mit euch teilen möchte:

Erste Antwort: „Nageeh bitte – er hot heit Geburtstog!“

Zweite Antwort: „Oida i hob de Band scho so oft gseng.. i kenn de sicher vüü besser oes du!“

Ich bin recht schwer aus der Ruhe zu bringen und koche nur sehr selten über, aber das war ein Moment, in dem ich tiiief durchatmen musste.
Und der Geburtstag von dem Typen rechtfertigt, dass ihr euch jetzt mitten im Konzert lautstark übers letzte Wochenende unterhaltet??? Und schon daran gedacht, dass mir vollkommen gleichgültig ist, wie gut du die Band kennst – ich sehe sie vielleicht zum ersten Mal und möchte deshalb mitkriegen, was der Herr so zum Publikum sagt!?!!!? Pah.. solche (hier Schimpfwort einfügen).