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Ein musikalischer Jahresrückblick

von am Januar 20, 2014

Leider habe ich es dieses Jahr auf kein Festival geschafft, aber das ein oder andere Konzert durfte mich dann doch als Gast begrüßen. Eigentlich ist die lästige Zeit der vielen unnötigen Jahresrückblicke schon längst vorbei, von einem kurzen Rückblick auf meine Konzert-Highlights 2013 werdet ihr jetzt trotzdem nicht verschont. Bitteschön.

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Das schrägste Konzert: The Darkness – Arena.
Ja, ich weiß. Es geht sicher noch um einiges schräger. In meinem Konzertjahr war allerdings nichts dabei. Justin Hawkins in seinen engen, freizügigen Kostümchen und mit der Kopfstimme, die keine Frau überträllern kann – herrlich. Und dieses skurrile Bärtchen erst! Wenn er sich dann auch noch auf den Schultern eines Securitys durch die Menge tragen lässt und die Frauen dabei seinen verschwitzen Körper antatschen und ihm in den Arsch kneifen, bin ich endgültig aus dem Häuschen.

Das aufregendste Konzert: Bastille, Biffy Clyro, Muse – Amsterdam Arena.
Ein fremdes Land, eine fremde Stadt, ein Stadion. Noch dazu hab ich Muse mit ihrer atemberaubenden Show das erste Mal live gesehen. Bastille sind nur wenig später in die Höhe geschossen und werden nach wie vor auf Musiksendern im Fernsehen und Radio auf und ab gespielt. Zu Biffy Clyro kommen wir weiter unten noch… Leider haben wir keine Stehplatzkarten mehr ergattert, aber es war trotzdem ein ganz besonderes Erlebnis.

Das sommerlichste Konzert: Sportfreunde Stiller – Donauinselfest.
Da ich wie gesagt auf keinem großen bezahlten Sommer-Festival war, gewinnen in dieser Kategorie die Sportis. Trägershirts die ganze Nacht, tolle Stimmung, Dosenbier und eine der sympathischsten deutschen Bands. Die Jungs muss man einfach mögen. Immer wieder. Hier gibt’s übrigens noch einmal meine DIF-Eindrücke zum Nachlesen.

Das einzigartigste Konzert: Bauchklang – Popfest.
Dass ich großer Fan vom Popfest bin, konnte man ja schon lesen. Und auch, dass sich Bauchklang jetzt eine Auszeit gönnen. Da die Stimmung vor der Karlskirche sowieso eine ganz besondere ist und es mit viel Pech auch sein könnte, dass die Jungs gar nicht mehr auftreten werden, war es ein einzigartiges Konzert und so riiichtig gut.

Das Konzert mit der meisten Frauenpower: Kitty in a Casket – Ottakringer Brauerei.
Da die anderen hier erwähnten Bands (und ich glaub sogar überhaupt alle Bands, die ich dieses Jahr sonst so gesehen habe) alle ausschließlich männlich besetzt sind, braucht es auch ein bisschen Frauenpower! Coole Musik, eine echt coole Frontfrau und eine coole Location. Herz was willst du mehr.

Das Konzert, bei dem ich mich augenblicklich verliebt habe: Frank Turner – Arena.
Ach Frank. Ich weiß, du weißt, dass du großartig bist, aber ich sag’s dir trotzdem nochmal. Gesehen und geliebt. Nur nach Konzerten, die mich ein bisschen verzaubern, höre ich dann tage- oder gar wochenlang die Songs in Dauerschleife. Das war so eins.

Das heißeste Konzert: Alter Bridge – Gasometer.
Na gut. Nicht unbedingt ein Highlight, das ich wiederholen möchte. Der Typ, der für die Klimaanlage in der Konzerthalle zuständig war, hatte wohl verschlafen. Oder war beim Staubsaugen. Das Konzert war ausverkauft, die Temperaturen unerträglich. Kurz bevor meine Haare zu tropfen begannen, ist der Typ dann doch noch aufgetaucht. Nichts desto trotz war das Konzert ziemlich gut. Vielleicht sogar ein bisschen mehr als das.

Das heißersehnteste (und beste!) Konzert: Biffy Clyro – Gasometer.
Jaaa.. was soll ich sagen. Nachdem ich Simon, James und Ben in Amsterdam als Vorband gesehen habe (ich hab sie allerdings vorher schon gekannt), war ich hoffnungslos verliebt. Selten hab ich mich auf ein Konzert so gefreut. Und nach diesem genialen Konzert hab ich mir auch noch den Drumstick gekrallt (mit dem ich seither jede Nacht kuschle.. oder so). Ein Abend, der mich heute noch lächeln lässt.

Das winterlichste Konzert: The Prodigy – Fridge Festival.
Das war zwar nicht wirklich meine Musik und Festivals im Winter sind auch nicht so ganz mein Ding, aber das Event an und für sich war trotzdem ziemlich genial. Einen Bericht von mir über den ganzen Festivaltag findet ihr hier.

Joa, das war’s. Auf in ein neues Konzertjahr!

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Liebe: Popfest

von am Juli 30, 2013

In der Stadt findet man momentan an vielen Haltestellen Plakate von unserem Herrn Häupl, auf denen „Es gibt gute Gründe, den Sommer in Wien zu verbringen“ zu lesen ist. Recht hat er. Das Popfest ist einer davon.

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59.999 andere dachten sich das auch und tummelten sich letztes Wochenende am und in den Locations rund um den Karlsplatz, um sich heimische Musikacts anzuschauen, um zu chillen, zu tanzen, zu genießen. Man munkelt, die Organisatoren haben einen Pakt mit dem Teufel geschlossen und bekamen dafür das gesamte Wochenende das schönste, heißeste Sommerwetter zur Verfügung gestellt.

Ich war am Eröffnungstag und am Samstag bei der Seebühne dabei und freue mich jetzt schon wieder auf das nächste Jahr. Einen kräftigen, enthusiastischen Applaus meinerseits für ein großartiges Festival bei absolut freiem Eintritt. Danke, dass uns ein weiteres Mal gezeigt wurde, wie vielseitig und beeindruckend Musik sein kann, die aus unserem kleinen Land kommt. Meine zwei Highlights sah ich bereits am Donnerstag bei der Eröffnung: „Bauchklang“ waren – welch Überraschung – auch beim fünften Mal noch phänomenal. Die kann ich mir einfach iiimmer wieder anschauen und sie werden kein bisschen langweilig. Wer sie noch nie live gesehen hat, sollte das schleunigst nachholen. Und mit schleunigst meine ich wirklich schleunigst.. die Herren haben nämlich gerade verkündet, dass sie sich ab Ende des Jahres eine Auszeit gönnen – oder gar ganz auflösen (ich bin dagegen!). Die Jungs von „Steaming Satellites“ aus meinem Bundesland Salzburg kenne ich erst seit ein paar Wochen (shame on me!) , begeisterten mich aber ab der ersten Sekunde – umso mehr freut mich, dass ich sie jetzt nur wenig später live sehen durfte. Reinhören wärmstens empfohlen (und wer mault, dass das Video so gar nicht zur Jahreszeit passt.. das ist meine Abkühlung für euch!) :

Kurz: Feine, heiße Sommernächte. Gute Musik. Gemütliches Publikum. Die wunderbare Karlskirche. Leute, die im Teich tanzen. Radler trinken. Männer im Brautkleid. Nette Unterhaltungen. Sonnenbrillen. Ausgelassene Stimmung. Bekannte treffen. Schwitzen. Auf Tischen stehen und mitwippen. Mädelsrunde. Schaukeln. Dixiklos. Festivalgefühle. Zufriedenheit. Lachen.

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Allein der Name „Popfest“ irritiert mich noch immer etwas, wo doch fast ausschließlich alternativen Klängen gelauscht wird. Indie. Electronic. Hip Hop. Vielleicht kann mir das ja irgendwer irgendwann einmal erklären..

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