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Mag ich nicht

von am September 10, 2014

Ich bin euch nach dem ersten Artikel über das „… mag ich, mag ich nicht“-Büchlein noch meine Contra-Liste schuldig. Voilà! Hier ist sie. Wieder begrenzt auf maximal 40 Dinge, Situationen und sonstige Kleinigkeiten.

Ich mag nicht:
IMG_20140603_155142wenn mir nicht einfällt, welcher Schauspieler auch dieselbe Synchronstimme hat, zu spät merken, dass das eine ganz bescheuerte Frage war, gekochte Karotten, starker Wind, Namen vergessen, Hustenanfälle in blöden Momenten, wenn mein Friseur glaubt, sich die ganze Zeit mit mir unterhalten zu müssen, klebrige Finger, die Farbe „nude“, trockene Lippen, wenn jemand zu früh/unpassend klatscht, Obstfliegen, kalte Füße, Menschen, die nicht verlieren können, wenn ich nur ein paar Sekunden zu spät zum Bahnhof komme und meinem Zug noch hinterher winken kann, im Restaurant nicht wissen, was man essen soll, aufdringliche NGO-Spenden-Leute, „Früher war alles besser“-Sager, blaue Flecken und keine Ahnung haben woher sie kommen, Traubenzucker, Salbei, dass meine Pflanzen immer wegsterben, Wespen, wenn meine selten errungenen Bikinistreifen wieder verblassen, bei Büchern nicht weiterzukommen, unpassend angezogen sein, nicht das bekommen, was man bestellt, furchtbar schlecht synchronisierte Werbungen, verschmierte Smartphone-Displays, Menschen, die immer nur reden und niemals zuhören, in fremden Lokalen das Klo suchen, Weintrauben mit Kernen, wenn ich in einem anderem Land das Leitungswasser nicht trinken darf, Nacktschnecken, lange Fingernägel, die Lichtverschmutzung über Städten, Fitness-Freaks, Leute, die ein Buch oder einen Film nicht mögen, obwohl sie dieses Buch nie gelesen oder den Film nie gesehen haben,…

…und was kannst du nicht leiden?

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Mag ich

von am Juni 22, 2014

IMG_20140603_155142Vor Kurzem habe ich in einem meiner geliebten Büchertauschregale wieder mal ein Schmuckstück gefunden. Es trägt den Titel „… mag ich, mag ich nicht“ und in dem Buch haben berühmte Schriftsteller und Künstler wie Paolo Coelho oder John Irving in Listen niedergeschrieben, was sie so mögen – oder eben auch nicht. Das Büchlein ist klein und entzückend und mir wäre lieber es hätte so um die 500 Seiten mehr. Oder 1000. Mindestens. Und weil ich meine Kurzbeschreibung schon vor einigen Jahren in diesem Stil verfasst und ich die ganze Zeit über nie wirklich etwas ergänzt/verändert habe, kommt jetzt ein kleines Update. Obwohl man eh ständig aus den Artikeln herauslesen kann, was ich so mag und was ich nicht mag. Trotzdem. Weil ich gerne „mag ich/mag ich nicht“-Listen schreibe. Und sie bestimmt auch irgendwer gerne liest. Vielleicht sogar so gerne wie ich. Los geht’s heute mit vielen positiven Kleinigkeiten meines Lebens – der zweite, nicht so feine Teil folgt (hoffentlich) in Kürze. Die Spielregel im Buch ist jeweils nicht mehr als 40 Dinge aufzuzählen – ich will das Ganze nicht ausufern lassen und werde mich auch daran halten.

Ich mag:
wenn im Kino das Licht ausgeht, die Zahl 9, frisch bezogene Bettwäsche, Urban Exploring – Fotos von verlassenen Häusern, Fabriken, etc. (selbst dort sein auch, aber das passiert leider nicht allzu oft), die blaue Stunde, Füllfedern, Pflastersteine, etwas Verliehenes zurückbekommen, etwas Geliehenes zurückgeben, den britischen Akzent, morgens mindestens eine Stunde Zeit für mich zu haben, Knoblauch, wenn jemand meine Referenzen sofort versteht, zufällig genau hinzuschauen, wenn Straßen-/Gebäudebeleuchtungen ein-/ausgeschaltet werden, sich Blümchen hinter’s Ohr stecken, Kirschkerne ausspucken, Mysterien, Farbstifte spitzen, Flieder, lange Autofahrten (als Beifahrerin), bei Bandproben zuhören, den Geruch von frisch gedruckten Magazinen, das knisternde Geräusch, das die Nadel anfangs auf einer Vinylplatte macht, das wohlig-ausgepowerte Gefühl nach sportlichen Betätigungen, Apfelstrudel, erste Begegnungen, die sich gleich vertraut anfühlen, zufällig interessante Inserate zu finden, barfuß über’s Gras spazieren, Dachterrassen, mit dem WM-Fieber angesteckt zu werden, zufällig alte Bekannte treffen, die ich schon ewig nicht mehr gesehen habe, bei großem Durst etwas Eiskaltes mit Kohlensäure trinken, durch Haare wuscheln, Zeit und Motivation haben neue Blogposts zu schreiben, neue Blogposts online zu stellen,…

…und was magst du so?

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