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Kinkerlitzchen des Tages

von am Dezember 2, 2014

„Das Kinkerlitzchen – in seltenen Fällen auch Kinkerklitzchen genannt – bezeichnet eine Kleinigkeit. Der Ausdruck wird meistens gebraucht um die Belanglosigkeit der als Kinkerlitzchen bezeichneten Sache hervorzuheben.“ (mundmische.de)
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Heute: Erfolgs-Meldungen

Letztens habe ich mich gefragt: Ist es okay, sich bei Erfolg zu melden? Angenommen man hat eine lose Bekanntschaft, die jetzt ziemlich erfolgreich in der österreichischen/deutschen Musikszene unterwegs ist: Ist es in Ordnung, jetzt nach langer Zeit wieder einmal eine Nachricht zu schreiben, obwohl man schon ewig nichts mehr miteinander zu tun hatte? Natürlich kommt es auch darauf an, wie man sich meldet – ist es nur eine nette Gratulation oder sind es Zeilen, die darauf abzielen, am Kuchen mitzunaschen. Ich habe mich gefragt: Würde ich mich überhaupt über Glückwünsche freuen, wenn sich die Person vorher schon jahrelang nicht mehr gemeldet hat? Würde ich mir denken „Ach, jetzt auf einmal? Joa danke.. kannste dir sparen.“? Oder wäre es schön, doch wieder etwas von einem alten Bekannten zu hören? Ich habe mich viel gefragt, aber kaum Antworten gefunden. Ihr vielleicht?

♦ Kleinigkeiten, Nichtigkeiten, Firlefanz, Unsinn, Lächerlichkeiten, Kleinkram, Lappalien und Nebensächlichkeiten, über die ich nachdenke. Die mich zum Lachen bringen oder mich wütend werden lassen. Die Freudensprünge auslösen oder ein Stirnrunzeln hervorrufen. Die mich bewegen. Die mir trotzdem irgendwie wichtig sind. Das sind meine Kinkerlitzchen. ♦

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Alltag | Begegnungen | Öffi-Geschichten

Fragen zum Tag

von am Mai 2, 2012

Ich frage mich..

.. warum sie meinen geliebten Flieder ausgerechnet „Gemeinen Flieder“ getauft haben. Ich freu mich im Frühling immer schon, wenn er endlich blüht und ich an ihm schnuppern kann. Glücklicherweise ist mein schönes Wien auch ein grünes Wien und irgendjemand hat sich damals dazu entschieden quasi fast neben meinem Block Flieder zu pflanzen. Alles andere als gemein, wie ich finde.

.. ob die Personen, die sich die lustigen Animationen und Spielchen für die Google-Startseite ausdenken wirklich nur damit ihr Geld verdienen. Verdammt. Ich will auch so einen genialen Job haben.

.. wie ich jahrelang mit dieser Lüge leben konnte. „Betty“ Mayonnaise aus der Zeichentrickserie Doug (die vermutlich schon laaange nicht mehr ausgestrahlt wird – achja die 90er..) heißt gar nicht Betty sondern Patricia „Patti“ Mayonnaise. Frech. Ich mochte, dass das blonde Mädchen mit dem Pünktchenpulli so heißt wie ich.

.. was für eine Person man sein muss, um tatsächlich eine Straßenkreide mit aus der Wohnung zu nehmen (vermutlich von den eigenen Kindern geklaut) und damit in großen Buchstaben „KACKE BITTE MITNEHMEN!“ vor den eigenen Block auf den Gehsteig zu kritzeln.

.. ob ich als Sommerkind diese momentanen Temperaturen um die 30 Grad Ende April/Anfang Mai überhaupt gut finden soll. „Viel Sonne und Temperaturen wie im Hochsommer: Nachdem bereits am Freitag der heißeste April-Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Österreich vermeldet wurde, hat nun Waidhofen an der Ybbs in Niederösterreich mit 32,0 Grad bereits am Nachmittag einen neuen Rekord aufgestellt.“ (orf.at) Klimawandel ahoi!?

.. wie man als Tourist in diese wunderschöne Stadt kommen und dann zu faul sein kann, die Straßenbahn zu verlassen und die sehenswerten und berühmten Gebäude der Ringstraße aus nächster Nähe kurz anzuschauen und zu fotografieren. Also mal ehrlich.. so viel Zeit muss doch sein, wenn ich einen Städtetrip mache, oder nicht? Diese schnellen, furchtbaren Fotos aus der Straßenbahn raus, auf denen man meist nur den Dreck der Scheibe, ein paar Autos oder die Reflektion des Blitzes sieht, würde ich daheim nicht mehr anschauen wollen. Und herzeigen schon gar nicht.

.. warum man manchmal von Leuten träumt, die man schon Jahre nicht mehr gesehen hat, mit denen man schon Jahre nicht mehr zu tun hat und die nicht mal damals vor Jahren wichtig für einen waren. Einfach nur irgendwer, der da mal war. Und jetzt in meinen Träumen auftaucht. Schräg.

.. warum ich noch nie eine/n Herr oder Frau Österreicher kennengelernt hab. Bei mir wohnt nämlich eine/r. Und ich hab’s erst gestern gesehen.

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