Heimat | Lebenszirkus | Unterwegs

Uuuuund Dezember.

von am Dezember 2, 2015

Da ist es irgendwie heiß, heiß, höllisch heiß und man rennt in Sommerkleidchen herum und dann irgendwann bindet man sich einen Schal um den Hals und macht ein paar Herbstausflüge, bewundert bunte Blätter und schwupps ist es Advent. Verrückt. Jedes Jahr wieder. Da ich gedanklich noch eher im Herbst als in der Adventszeit bin, möchte ich noch ein paar Herbstfotos der letzten Wochen mit euch teilen. All die wunderbaren Bilder sind von meinem Herrn V. gemacht worden. <3 Beim Schloss Belvedere, im Lainzer Tiergarten, im Zentralfriedhof und im Salzburger Lungau.

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Alltag | Lebenszirkus | Unterwegs | Wien

Gegen die Herbstdepression

von am November 20, 2014

Es ist kalt. Es ist regnerisch. Es ist grau. Es ist trüb. Es ist ungut.
Darum gibt’s von mir jetzt eine kleine Aufmunterung. Nämlich alles, was man für einen schönen Moment braucht: Blauer Himmel + Sonnenschein, farbenfrohe Natur, ein süßes Lächeln und ein liebes Kompliment. Voilà. Bitteschön. Ich hoffe, es hilft.
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Alltag | Begegnungen | Lebenszirkus | Wien

Oktober

von am Oktober 11, 2012

Es riecht nach Herbst. Jedes Mal wenn ich aus dem Haus gehe, muss ich gleich nachdem ich die Türschwelle übertreten habe, tief einatmen. Und in den Himmel schauen. Der ist nämlich so besonders um diese Jahreszeit. Meinem Kinn und dem Hals gefällt es mehr als gut, dass sie sich wieder in kuschelige Schals betten können und ab und zu wird schon wieder ein Stiefel hervorgekramt. Die Straßenbahnen haben sich vom stickigen Sommergeruch befreit und es ist furchtbar angenehm, dass man sich nicht mehr mit Postkarten oder Gratiszeitungen Luft zufächern muss,  um den Schweiß aus dem Gesicht zu verbannen – und daran ohnehin kläglich scheitert.

Bei der Uni wuselt wieder alles. Und mein persönlicher Ankerverkäufer ist mit einem Lächeln im Gesicht auch wieder aus dem Sommerschlaf zurückgekehrt. Na ja.. geschlafen hat er nicht. Er war die letzten Monate am Flughafen, hat er mir mitgeteilt. Frech. Ich brauch ihn doch. Keiner sonst verkauft mir so charmant einen Käsekornspitz. Mit dem Maroni- und Kartoffelpuffergeruch kann ich mich allerdings noch nicht ganz anfreunden. Der Herr, der sie verkauft, wohl auch nicht – so grantig wie er mich anschaut. Aber er hat auch einen verdammt langen Winter vor sich.. und es kommt die Zeit, in der er in seinem Hütterl wieder ordentlich frieren wird. Und sich nicht in eine kuschelige Wohnung flüchten kann. In meinem Kleiderschrank wurde auch schon gekramt und gewühlt bis ich sie gefunden habe: Die wunderbaren selbst gestrickten Socken von einer der liebsten alten Frauen überhaupt. Überlebt eigentlich irgendjemand die vielen Abende und Nächte im Winter ohne gestrickte Socken? Kalte Füße im Bett sind ein ganz ärgerlicher Schlafkiller – besonders, wenn man sie nicht zwischen Männerwaden aufwärmen kann.

Gelbe, orange, rote Blätter. Das Geräusch, wenn man sie zerstampft. Die Sehnsucht nach einer weihnachtlich glitzernden Stadt. Und nach Punschständen. Sogar ein bisschen nach Schnee. Frühe Dunkelheit. Das alles genieße ich, solange ich kann. In vollen Zügen. Denn allerallerspätestens nach Weihnachten wünsch ich mir sowieso wieder den Sommer zurück. Aber das dauert ja noch ein bisschen.

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