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G-rant: Healthy Shaming

von am Oktober 27, 2017

Body Shaming, Fat Shaming, Skinny Shaming – alles Begriffe, die mittlerweile omnipräsent sind, über die (glücklicherweise!) immer mehr nachgedacht und berichtet wird. Meistens mit dem Ziel, das Bewusstsein für die Individualität des Menschen und für Body Positivity zu schaffen und zu erhöhen. Und obwohl wir hier noch ein riesiges Stück Arbeit vor uns haben, stelle ich in letzter Zeit fest, dass die Figur und das Aussehen selbst manchmal gar keine so große Rolle spielen, sondern mehr, was dieser „dicke“, „dünne“, „schöne“, „ungewöhnliche“ Körper zu sich nimmt. Wenn es um die Aufnahme von Nahrungsmitteln geht, erkenne ich in meinem Umfeld eine zunehmende Verbreitung eines Phänomens, das ich als „Healthy Shaming“ bezeichne. Äußerst selten habe ich mitbekommen oder gehört, dass jemand sagt „Oh du isst schon wieder Burger mit Pommes? Puh denkst du wirklich, das ist eine gute Idee?“ oder „Noch ein Stück Torte? Ehrlich? Vielleicht doch lieber einen Apfel?“. Solche Sätze nehmen wir als sehr unverschämt und beleidigend wahr und würden den meisten Menschen so nicht über die Lippen kommen.

Shhh Healthy Shaming
Wenn es sich jedoch um gesunde Mahlzeiten handelt, haben viele Personen kein Problem damit, diese zu kommentieren und zu beurteilen. Ohne weiter darüber nachzudenken oder sich dabei merkwürdig zu fühlen. „Schon wieder Salat? Ich könnte das ja nicht, ich brauche etwas Richtiges zu essen.“, „Boah du isst immer SO gesund! Schon wieder nur Grünzeug!“ oder auch „Na klar isst du wieder nur Obst. Hätte mich auch gewundert, wenn du jetzt mal richtig zugeschlagen hättest.“. Automatisch hat man immer gleich das Gefühl, sich rechtfertigen oder erklären zu müssen. Ja, aber du hast ja keine Ahnung, was ich am Wochenende alles gegessen habe! Was redest du da, ich habe doch gestern in deiner Anwesenheit ein Schokocroissant gefuttert! Aber gestern Abend habe ich mir vorm Fernseher Chips, Schokolade und Cheesecake gegönnt! Man sieht doch allein an meiner Figur, dass ich mich nicht ständig so ernähre! Na ja jetzt kommt aber bald die Weihnachtszeit und du weißt eh wie das ist! … Mittlerweile habe ich damit aufgehört. Oder versuche zumindest in den meisten Fällen, den Kommentar einfach so stehen zu lassen. Ich muss mich nicht dafür rechtfertigen oder entschuldigen, wenn ich Salat und Obst esse. Selbst wenn ich die ganze Zeit nur gesund essen oder 55 Kilogramm wiegen würde.
Manchmal enthalten diese Kommentare einen Zusatz und somit auch schon den Grund für ebendiese, nämlich: „Wenn ich dein Essen sehe, bekomme ich ein ganz schlechtes Gewissen, wenn ich jetzt das Stück Torte/den Burger/Wasauchimmer esse.“ Ganz sicher der schwerwiegendste Grund, warum wir über gesunde Essensentscheidungen in einem abwertenden Ton urteilen, ist, dass diese Person uns einen unangenehmen Spiegel vorhält. Weil wir uns eigentlich auch gesund ernähren möchten, es aber nicht hinkriegen. Oder weil wir uns eigentlich auch gesund ernähren sollten, es aber nicht wollen. Aber diese Person da macht es. Direkt vor uns. Das kann hart sein, das verstehe ich vollkommen. Ich selbst nehme mich hier absolut nicht raus – mir ist sehr wohl bewusst, dass auch ich manchmal kommentiere, wenn jemand seit langer Zeit keine Kohlenhydrate zu sich nimmt, sich vegan ernährt oder den ganzen Tag gar nichts isst. Seit ich am eigenen Leib erfahre, wie unnötig und teilweise auch ungut das ist und sein kann, versuche ich das jedoch zu vermeiden. Mir ist es ja auch egal, wenn du jeden Tag gebratene Ente mit einem riesigen Haufen Glutamat-Nudeln futterst. Also lass mich bitte meinen Salat essen – ohne Kommentar.

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Dinge die die Welt nicht braucht | G-rant

10 Sätze, die Menschen mit sehr heller Haut nicht mehr hören können

von am Februar 18, 2017

Als ich diese Woche die neue „Girls“-Folge schaute und sich Hannah Horvath aka Lena Dunham in einer Szene von einer Fremden sagen lassen musste, dass sie sich mit Sonnencreme einschmieren soll und dass sie verdammt blass ist, ist mir wieder eingefallen, dass ich diesen Blogpost schon vor langer Zeit schreiben wollte.
Ich lebe mittlerweile doch weit über zwei Jahrzehnte in diesem Körper, in dieser Haut. Es gibt Zeiten, da mag ich sie weniger, es gibt Zeiten, da finde ich sie toll. (Ganz typisch gehörte die Schulzeit eher zu den ersteren.) Es ist zwar nicht immer einfach, den Sommer „unbeschadet“ zu überstehen und auch die Blicke am Strand werden einem irgendwann egal – am nervigsten und anstrengendsten sind jedoch die Menschen, die glauben, sie müssten meine Haut immer wieder kommentieren und mir sagen, wie ich mit ihr umzugehen habe. Es gibt einige Sätze, die wir Hellhäutigen wirklich nicht mehr hören können:

Der Klassiker: „Ohje.. geht’s dir gut? Du schaust so blass aus!“
Ja, das hast du richtig erkannt. Das ist mein Gesicht. Das schaut so aus. Alles gut.

„Gehst du nicht gern in die Sonne? Du bist so weiß.“
Oder auch: „Du solltest öfter raus in die Sonne!“ (Manchmal mit dem Zusatz: „Da kriegst auch du ein bisserl Farbe!“)
Ehrlich? Wenn ich aus dem neuen Hader-Film „Wilde Maus“ zitieren darf: Halt einfach die Pappn. Nach einigen Monaten Dauersonnenbestrahlung könnte das mit den Bikinistreifen vielleicht funktionieren, ansonsten: keine Chance. Und mir ist schon klar, dass ich nach Sport oder einer Spazierrunde in der Kälte „gesünder“ aussehe – helle Haut hat eben leider auch die Eigenschaft, sich bei Anstrengung und großen Temperaturunterschieden (oder Scham…) in einen Hummerton zu verfärben, um zwei Stunden später wieder mit der weißen Wandfarbe zu konkurrieren. Aber wenn es dir angenehmer ist, kann ich mich ja einfach jede Stunde einmal so richtig blamieren, dann gelingt das mit dem frischen Dauer-Teint.

Von Fremden: „Sie sollten sich in den Schatten legen. Passen’S auf mit Ihrer Haut!“
Vielen Dank, der Herr. Sehr rührend, dass Sie sich Sorgen um mich machen. Und auch sehr notwendig. Ich habe nämlich selbst keine Ahnung davon, was ich hier mache und ich lasse mir wahnsinnig gern von älteren Männern erklären, wie ich mit meinem Körper umzugehen habe.
Mit blasser Haut kann man’s eben niemandem recht machen. Liegt man in der Sonne, sollte man besser aufpassen und sich um Himmels Willen in den Schatten legen – liegt man im Schatten, sollte man sich in die Sonne bewegen, damit man doch endlich ein bisserl Farbe kriegt.

„Mit welchem Lichtschutzfaktor hast du dich eingeschmiert? Eh mit 50?“
Kommt eigentlich nur von nahestehenden Personen, deswegen: Ich weiß du meinst es gut, aber kann ich mir meinen Lichtschutzfaktor bitte selbst aussuchen?!

„Du leuchtest ja förmlich!“
Joa. Cool, gell? Kommt gut unter UV-Licht.

„Du warst im Urlaub? Sieht man gar nicht.“
Muss man auch nicht.

„Das schwarze Outfit? Du solltest was Frischeres tragen.“
Tja, oft genug trage ich „was Frischeres“ – oft genug auch nicht. Ich mag mich in schwarz. Und nein, ich bin nicht unter die Goths gegangen und feiere auch keine schwarzen Messen. Schön, dass ich nur mir selbst gefallen muss und niemandem sonst.

„Ha! Schau wie braun ich bin!“ während er/sie den Arm neben deinen hält
Gratulation – du hast eine dunklere Hautfarbe als ich. Genauso wie 98% der Menschen, 70% der Vampire und ca. 50% der Albino-Kängurus. Große Leistung, muss ich schon sagen.

„Ach sei doch froh. So hast du zumindest nicht das Problem… [Hier Bullshit einfügen].“
Oder auch „Ach mach dir nichts draus. Zu dir passt es voll gut!“ mit mitleidigem Gesichtsausdruck
Ach neee lass den „aufmunternden Zuspruch“ und das Mitleid stecken. Ich habe einen relativ empfindlichen Würgereiz.

„Du siehst aus wie eine Skandinavin!“ bzw. „Kommst du aus Schweden/Skandinavien?“
Das sind definitiv die Sätze, mit denen ich noch am besten leben kann. Seit ich selbst gesehen habe, wie wahnsinnig viele hübsche Frauen auf den Straßen Schwedens herumlaufen, ist das wirklich ein Kompliment. Nej, men tack!

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(c) someecards.com

Also ehrlich: Hört damit auf. Wir wissen das alles. Und können gut auf uns selbst aufpassen. Sonst beginne ich auch irgendwann damit, zu braungebrannten Menschen Dinge zu sagen wie:
„Sie sind aber braun! Das schaut aber nicht mehr gesund aus!“
„Wollen Sie das bei Ihrem Hauttyp wirklich tragen? Die Farbe passt eher diesen hellen, blassen Typen.“
oder „Gehen Sie bitte in die Sonne? Der Schatten ist für die sehr hellhäutigen Menschen reserviert.“

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Dinge die die Welt nicht braucht | G-rant | Unterwegs

G-rant: Kommen Sie herein, wir sind sexistisch.

von am November 24, 2016

Während sich mittlerweile viele Lokale und Läden „If you are racist, sexist, homophobic or an asshole …don’t come in“ auf die Fenster und Türen kleben, hängen sich slowakische Barbesitzer große Banner mit Internetbewertungen wie „The hottest, most sexist and sexiest bar in the city“ auf die Fassade. Ich staunte nicht schlecht und musste es schon in etwa fünf Mal lesen, um es so richtig glauben zu können. Soso. Sexistisch zu sein ist in Bratislava also ein Aushängeschild. Hm. Ja, das kann man schon so machen, aber dann ist man halt ein Arschloch. Da fragt man sich wirklich, ob die Herrschaften denn überhaupt wissen, was Sexismus bedeutet. Ich weiß auch gar nicht, ob das heißen soll, dass die Besitzer, das Personal oder doch die Gäste, die sich dort aufhalten, sexistisch sind. (Ich gehe sehr stark davon aus, mit Sexismus ist hier nicht gemeint, dass Männer mehr für die Getränke zahlen oder Frauen zu jedem Cocktail ein gratis Sandwich bekommen.) Fakt ist: Dieses Barrock wird gerne als sexistisch bezeichnet und brüstet sich auch noch damit. Es steht da eigentlich schon als Aufforderung. Es schreit: Hey Männer, bei uns ist es vollkommen in Ordnung sexistisch zu sein. Wir stehen sogar dafür! Also grabt sie bei der Pussy. Oder zeigt ihr zumindest verbal, dass sie ein Objekt ist. Sie sagt nein? Das meint sie nicht so.

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Aber mal davon abgesehen, dass ich das schrecklich finde, finde ich das ziemlich gut. Von außen sah das Lokal nämlich im Großen und Ganzen nach meinem Geschmack aus: Gemütlich, nicht schick, schummriges Licht, günstiges Bier und es dürfte bei dem Lokalnamen wohl Rock aus den Boxen kommen. Spricht also eigentlich alles für einen Besuch. Nur diese eine Zeile neben der Eingangstür zeigte, dass man dem ersten Eindruck eben manchmal doch nicht trauen kann. Sonst ist vor dem Besuch eines fremden Lokals oft schwer zu sagen, ob man es meiden möchte – hier fällt dieses lästige „Zuerst ausprobieren und dann Meinung bilden“ praktischerweise weg. Ein Blick und es ist klar: Nö danke. Dieses ehrliche Statement neben der Tür bewahrte mich davor, Menschen mein Geld zu geben, denen ich es keinesfalls geben möchte. Da helfen auch keine guten Rippchen. Wie viele schlechte oder mittelmäßige Lokalbesuche hätte ich mir bereits sparen können, wenn denn nur auf der Außenfassade fett „Wir können keine vernünftigen Aperol-Spritzer mixen“, „Unser Personal ist unfreundlich und bedient Sie nur äußerst ungerne“ oder „Unser Caesar-Salad ist nicht besonders gut, dafür aber klein und teuer“ gestanden hätte. Und wie gerne würde ich noch von viel mehr Lokalen ehrlich wissen, wie sie ticken, damit ich einen großen Bogen um sie machen kann. Vielleicht könnten sich alle Arschlochbesitzer einen kleinen Schaukasten zulegen, in dem Dinge wie „Wir verdienen zwar fett Kohle, aber unseren Mitarbeitern zahlen wir viel zu wenig“, „Das Fleisch, das wir verwenden, kommt aus fürchterlichen Bedingungen“ oder „Unser Geschirrspüler ist kaputt und unser Tellerwäscher legt nicht sehr viel wert auf Hygiene und Sauberkeit“ regelmäßig veröffentlicht werden. Es wäre fast schön, wenn sich so viele wie möglich ein Beispiel an der rockigen Bar in Bratislava nehmen. Dann würde auf den FPÖ-Plakaten auch endlich stehen: Wir sind rassistisch, sexistisch, homophob und uns ist der „kleine Mann“ total wurscht! Wir verarschen euch alle und ihr wählt uns auch noch! Muhahaha!

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G-rant: Mülltonnen voller Nicht-Müll

von am September 18, 2016

Meine bessere Hälfte und ich wohnen nur wenige Minuten zu Fuß voneinander entfernt und in dem Umkreis unserer Wohnungen befinden sich was Supermärkte angeht ein Interspar, ein Eurospar, zwei Billas und ein Hofer. Wenn man noch einmal ein paar Meter drauflegt, kommt man zusätzlich zu einem Denn’s und einem Gourmetspar – dazwischen und rundherum gibt es natürlich noch Bäckereien und kleine Gemüsemärkte und Greißler. Über fehlende Nahversorgung können wir uns also nicht beschweren.

Bis Ende des Jahres 2015 war einer der zwei Billa-Märkte noch ein Zielpunkt und stand nach dem Konkurs des Unternehmens viele Monate leer. Seit August haben wir nun diesen neuen Billa, der für uns so Schönes und so Grausames vereint. Von Wohnungstür zu Billatür brauchen wir jetzt weniger als eine Minute, was einfach grandios ist, wenn am Samstag mal das Frühstück fehlt oder am Heimweg noch schnell etwas besorgt werden muss. Den Zielpunkt habe ich nur ganz selten besucht. Er war ungemütlich, ziemlich hässlich und die Qualität ließ oft auch zu wünschen übrig. In das Geschäftslokal wurde in der Zwischenzeit eine Menge Arbeit gesteckt, was das Einkaufen im neuen Markt um einiges angenehmer macht. Er ist allerdings nicht nur schöner, sondern bietet auch Dinge an, die Zielpunkt-Kunden nie gesehen hatten. Die Regale sind voll mit Zeug, das keiner braucht und keiner kauft. Es gibt beispielsweise eine große Theke voll mit diesen ganzen Fertigsandwiches und Fertigweckerln und Fertigsalaten und Fertigdressings und Fertigjoghurtmüslis und FertigalleswasmaneventuellwährenddesArbeitstagesverspeisenwürde. Und ich frage mich verdammt nochmal: WOZU?? Wir wohnen in einem Grätzl, in dem sich nicht gerade ein Bürokomplex an den nächsten reiht oder sich viele Studenten die Zeit vertreiben. Zur Erinnerung: nur wenige Schritte nach rechts und man steht vorm Eurospar, nur wenige Schritte nach unten und man steht vorm Interspar, nur wenige Schritte hinauf und man steht vor einem anderen Billa und in der vierten Richtung kommen Hofer, Gourmetspar und Denn’s. Das bedeutet, dass bei diesem neuen Billa nur wenige Häuserblocks ihre Einkäufe erledigen – und davon werden es viele so halten wie wir und nur die schnellen, wichtigen Sachen beim Billa kaufen und den Rest vielleicht doch bei günstigeren Supermärkten.

Worauf ich hinaus will: Ich entsorge meinen Müll im gleichen Müllraum wie dieser neue Billa. Und obwohl mir sehrwohl aus verschiedensten Beiträgen, Artikeln und Erzählungen bewusst war, wie viel jeden Tag in unserer Stadt so weggeschmissen wird, ist es dann doch ein Schock, den Inbegriff der Überfluss- und Wegwerfgesellschaft mehrmals die Woche so vor Augen geführt zu bekommen. Schon beim ersten Betreten des neuen Supermarktes war mir klar, dass das ganze Zeug nie jemand kaufen und konsumieren kann – nur wenige Zeit später bekam ich im Müllraum die Bestätigung dafür. Jedes Betreten des Raums bringt ein beklemmendes Gefühl mit sich. Es türmen sich Brot und Joghurts, Gemüse und Obst, Fertiggerichte und mehr. Alles davon genießbar, aber wohl nicht mehr verkaufbar. Das macht mich irrsinnig traurig und gleichzeitig so wütend. Auf das System. Auf die Konzerne. Auf unsere Gesellschaft. Auf mich selbst?

Glücklicherweise habe ich festgestellt, dass die Dumpster-Szene in Wien auch schon auf den Raum aufmerksam geworden ist und die Mülltonnen oft ausräumt. Oft genug jedoch auch nicht. Ich besitze leider weder ein Auto noch ein extrem ausgeprägtes Weltrettergen und die Zeit um diese vielen Lebensmittel ständig zu bergen und an Verteilplätze zu bringen. Darum sollte an dieser Stelle ein kleiner Aufruf stehen. Dass Wienerinnen und Wiener, die gerne Lebensmittel retten möchten, aber vielleicht nicht die Plätze/Leute dafür kennen bzw. keinen Schlüssel für die Müllräume besitzen, mich gerne kontaktieren können. Dass ich Interessierten Informationen zukommen lasse und auch gerne den Müllraum öffne, damit die Lebensmittel ein neues zu Hause finden. Leider bin ich darauf aufmerksam gemacht worden, dass es Probleme mit der Hausverwaltung geben und Konsequenzen für mich haben könnte, wenn ich regelmäßig fremden Personen den Zutritt zu unserem Müllraum gewähre und es eventuell sogar ein Grund für eine Mietvertragskündigung sein könnte. Aus diesem Grund muss ich mich hier noch schlauer machen und vorerst auf mein Angebot verzichten, allerdings gebe ich dennoch gerne Informationen an LebensmittelretterInnen (mit Müllraumschlüssel!) weiter, wo denn dieser Raum zu finden ist. Hinterlasst mir einfach einen Kommentar mit eurer Mailadresse oder schreibt mir auf dielyra (a) gmx.at!

In Wien wird täglich jene Menge an Brot als Retourware vernichtet, mit der die zweitgrößte Stadt Österreichs, das ist Graz, versorgt werden kann.
Dieser Satz bestürzt seit dem Jahr 2005 tausende Kinobesucherinnen und -besucher des österreichischen Films „We feed the World“ von Erwin Wagenhofer.
Im Kinofilm „Taste the waste“ vom Filmemacher Valentin Thurn wird berichtet: „Die Lebensmittel, die wir in Europa und Nord-Amerika wegwerfen, würden ausreichen, um die Hungernden der Welt dreimal zu ernähren.“ (Quelle: www.wien.gv.at)

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