Begegnungen | Lebenszirkus | Musik und Konzerte | Unterwegs

Dein ultimativer Social Media-Festivalguide

von am Juni 26, 2017

Der Sommer hat vor ein paar Tagen nun offiziell begonnen und auch wenn einige große Festivals dieses Jahres schon wieder Geschichte sind, geht die Festivalsaison dennoch jetzt erst so richtig los.
Ach Festivals! Hier dreht sich alles um Musik, gute Laune, Freiheitsgefühl, schöne Momente und die perfekte Social Media-Präsenz. Gehörst du zu denjenigen, die in nächster Zeit eins dieser Festival-Dinger nutzen möchten, um deinen Freunden, Bekannten und dem Typ von dieser einen Party zu zeigen, was für ein perfektes, grandioses, lustiges Leben du führst? Dann bist du hier richtig! Ich habe einige Tipps für dich zusammengestellt, wie du dein nächstes Festival bestmöglich nutzen kannst, um über dein trauriges Leben hinwegzutäuschen und gleichzeitig mehr Likes zu bekommen als die Anzahl der Avocados, die du die letzten zwei Jahre verspeist hast:

Vorfreude posten
Die Arbeit beginnt nicht erst kurz vor der Anreise zum Festival deiner Wahl – nein, es beginnt mit unzähligen Vorfreude-Postings. Hier kannst du richtig kreativ sein: Poste ein Foto deines Tickets, poste Umfragen, welche Outfits du mitnehmen sollst, poste Songs von Bands, die auftreten werden, you get it. Der Inhalt ist egal, wichtig ist nur: Ziere deine Postings mit ganz vielen bunten Herzchen- und Tralala-Party-Emojis und schreibe jedes Mal mit vielen Ausrufezeichen, wie sehr du dich auf diese Tage freust und wie genial dieses Festival mit den besten Menschen, die du Freunde nennst, und diesen tollen Künstlern, von denen du noch nie gehört hast, werden wird. Es gibt dabei kein zu viel. Gehe ruhig all deinen Followern schon vor dem Event so richtig auf die Nerven.

Häuschen mieten
Schlafe niemals in einem selbst mitgebrachten Zelt auf dem Campingplatz mit dem Pöbel. Wenn du nicht ohnehin in einem Hotel schläfst, mietest du dir natürlich so ein süßes, buntes Komfort-Häuschen oder so ein Wigwam-Ding, die mittlerweile alle Festivals für moderate Preise um die 4499,- zur Verfügung stellen. Das zeigt nicht nur bei allen Postings wie speziell du bist – nein, dort gibt es auch die lebenswichtigen Steckdosen und zusätzlich ist der Bereich immer abgesperrt, so dass deine Fotoshootings viel unkomplizierter abgewickelt werden können.

Accessoires, Accessoires, Accessoires
Was soll ich sagen. Ohne haufenweise goldene Klebe-Tattoos, Glitzersteinchen fürs Gesicht, Blumenkränze/Haarbänder/Hüte, Fransen-Shorts/Fransen-Taschen/Fransen-Westen, Netzstrumpfhosen, Booties in verschiedenen Farben, zehn Sneaker-Paare zum Wechseln, Boho-Ketten und Boho-Ringe, hunderte Armbändchen und fünfzehn Spitzen-BHs bist du nicht ready.

Iss das Richtige
Oder tu zumindest so. Ideal wäre, wenn du dich vor dem Festival zur Form deines Lebens hungerst und trainierst, damit du deinen flachen Bauch in Croptops und deine Thigh-Gap in Mini-Jeansshorts präsentieren kannst. Um deinen Followern zu zeigen, dass du Kalorien zählen, Low-Carb und den ganzen Blödsinn dennoch nicht nötig hast und einfach von Natur aus so ein heißes Gerät bist, solltest du jeden Festival-Tag mindestens zwei Fotos online stellen, auf denen zu sehen ist, wie du scheinbar Pizza, Burger und sonstiges Festival-Fastfood verdrückst. Die Leute lieben dünne Mädchen, die fettiges Essen in sich hineinstopfen. Du findest danach sicher irgendwelche Betrunkenen, die das Zeug tatsächlich essen wollen. Nachdem du das erledigt hast, solltest du den einzigen Smoothie-Stand am ganzen Gelände suchen und einen 15-Euro-Gurken-Limetten-Kohl-Smoothie trinken – das muss reichen. Fülle den Bauch bei akutem Hungergefühl mit Wasser. Aber bitte nicht zu viel, du willst doch keinen Blähbauch auf den Fotos haben.

Vergiss die Musik
Die Konzerte müssen dir komplett egal sein, schließlich ist es vor der Bühne nur heiß, eng, staubig, verschwitzt und all das, was schlecht für dein Aussehen ist. Wenn alle anderen vor den Bühnen feiern, kannst du auf deinem Blog und sämtlichen Social Media-Kanälen deine neidischen Follower auf den neuesten Stand bringen. Schau einfach im Internet nach, wer gerade auf der Bühne steht und checke regelmäßig, was andere vom Festival so tweeten, damit auch du sofort aktuelle Statusnachrichten posten kannst. In der restlichen Zeit solltest du dir gute Foto-Locations suchen und die Speicherkarte deiner Spiegelreflexkamera zum Glühen bringen. Absoluter Geheimtipp: Bei jedem Festival gibt es ein Riesenrad, das sich besonders gut im Hintergrund deiner Fotos macht. Ohne ein freiwilliges Opfer wird das allerdings schwierig, also bringe am besten einen verzweifelten und naiven Mann mit, der so tief in der Friendzone steckt, dass er alles für dich tun würde. Für den idealen Content kommst du jedoch nicht ganz an der Musik vorbei: Irgendwann solltest tatsächlich auch du kurz den Bereich vor der Bühne aufsuchen (bei Sonnenuntergang!) und dir dort einen gut gebauten Typen angeln, auf dessen Schultern du dich setzen kannst. Schmeiß dabei die Hände in die Höhe und lass dich von hinten fotografieren – Hashtag Festivalfeeling, Hashtag Lieblingsband, Hashtag Bestconcertever, Hashtag Ilovemylife.

Frag dich, was zum Teufel du da eigentlich machst
Zusatzaufgabe für den Heimweg: Denke gründlich darüber nach, was für ein oberflächliches, erbärmliches und lächerliches Wesen aus dir geworden ist. Weine.

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Alltag | Begegnungen | Lebenszirkus

Die Sache mit dem Superbusy-S(ch)ein

von am Juni 8, 2017

(Manche) Menschen heute so:

Hast du vielleicht am dritten August-Wochenende Zeit für einen Kaffee? Am Samstag Vormittag so um 9? Wenn das bei dir nicht geht, dann könnte ich noch Mitte Oktober oder in der ersten November-Woche, aber da müsstest du mir bitte ganz bald Bescheid geben.
Es ist nämlich so, dass nächste Woche die Nichte vom Thomas Geburtstag hat, dann sind wir für ein Wochenende in Paris, danach ist der Junggesellinnen-Abschied von der Mara und das Wochenende darauf bin ich für eine berufliche Fortbildung in Berlin. An dem einen Sonntag muss ich mir die Panda-Babys im Zoo endlich anschauen – Ha, sind das überhaupt noch Babys? Keine Ahnung wie schnell Pandas wachsen!
Na da fällt mir ein: Mit den Fischen muss ich ganz dringend zum Tierarzt und ich wollte schon lange endlich nach dieser alten Lampe im Keller suchen. Ende Juli sind wir wie jedes Jahr auf Sardinien und die Wochen davor bin ich sowieso immer im Vorurlaubsstress. Keine Ahnung, wo ich dieses Jahr schon wieder schöne, neue Bikinis finden soll. Mit der Suche bin ich sicher wieder ewig beschäftigt, du weißt ja wie ich bin! Natürlich ist da dann noch die Einweihungsfeier vom Flo – den kennst du auch noch von früher oder? – und die Hochzeit von David und Anna. Unter der Woche ist es leider so gut wie immer schlecht, weil ich abends entweder überhaupt keine Lust auf dich habe oder mich mit anderen Freunden treffe, die ich auch wirklich sehen will und für die ich mir Zeit nehme.
Aber wegen diesem August-Wochenende – gib unbedingt Bescheid! Ich werde dir diesmal auch nicht absagen, versprochen! Obwohl ich in der ersten August-Woche auch eine total wichtige Deadline eines wichtigen Projekts habe, aber das wird schon irgendwie gehen, ein paar Stunden kann ich mir für dich definitiv Zeit nehmen. Ich seh dich ja so gern!

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Alltag | Lebenszirkus | Wien

Die Sache mit den leisen Nachbarn

von am Februar 9, 2017

Ich weiß nicht genau, ob in der Wohnung neben uns ganz still und heimlich neue Mieter eingezogen sind, ob mein Nachbar eine neue Freundin hat oder ob es sich um eine Nachbarin handelt, die eh schon immer da war und durch mysteriöse Kräfte über Nacht gleich zwei neue Instrumente gelernt hat. Jedenfalls tönen seit kurzem Gitarren- und Geigenklänge durch die gemeinsame Wohnzimmerwand. Die Gute strapaziert meine Nerven zwar zum Glück nicht mit Anfängergeklimper und –gefidel, aber teilweise ist es trotzdem nicht unbedingt angenehm, gezwungenermaßen Musik hören zu müssen. (Besonders wenn ich nicht zum zehnten Mal Sex and the City rebinge, sondern tatsächlich etwas schaue, wo ich nicht mitsprechen kann und somit die SchauspielerInnen auch ganz gerne akustisch verstehen würde.)
Ich bin jetzt doch schon seit einiger Zeit in dieser Wohnung und dachte immer, die Wände sind super dick und lärmundurchlässig, weil ich hier erstens mein Wohnzimmer oft genug zum Fitnesscenter umfunktioniert habe und dabei auch ausgiebig über ein Seil sprang (worüber sich nie jemand beschwert hat bzw. bei einer Begegnung im Aufzug mit den Herrschaften unter uns kam auf die Nachfrage ein „Sie springen Seil? Wirklich? Nie gehört, nein.“ zurück) und zweitens auch ich die Nachbarn über und neben uns nie gehört habe. (Außer natürlich es stemmt jemand die Fliesen aus dem Bad, dann hört es sich immer so an als ob der Handwerker direkt neben meinem Bett stehen würde – eh klar.)
Jetzt aber stellt sich plötzlich heraus, dass das alles ein Irrtum war und absolut nicht der Wahrheit entspricht! Es waren nur einfach meine Nachbarn scheinbar immer sehr, sehr leise. Als die Gitarristin in der Nebenwohnung letztens 4 Non Blondes schmetterte und ich sie so klar hören konnte, dass in meinem Wohnzimmer Lagerfeueratmosphäre aufkam und ich mit einem „And I say yeaaaah yeeeyeyeyyey“ gleich mit einstimmen wollte, stand mir plötzlich der blanke Horror ins Gesicht geschrieben. Wenn ich sie so gut höre, dann bedeutet das wohl oder übel auch, dass mich meine Nachbarn immer glasklar und mehr als gut gehört haben, als ich vor diversen Karaokenächten lautstark „Toxic“ von Britney Spears, „Whats my age again“ von Blink oder „Teenage Dirtbag“ von Wheatus gegröhlt habe, um mich ganz trashig auf den Abend vorzubereiten. Oder als ich damals vor Jahren, als „Pitch Perfect“ herauskam, stundenlang den Cup-Song geübt und ihn danach ganz euphorisch über mein neues „Talent“ tagelang immer wieder geklopft und gesungen habe. Uah. Peinlich. Ich suche bereits panisch nach einer neuen Bleibe.

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Begegnungen | Ich hab da was gehört.. | Lebenszirkus | Wien

Ich hab da was gehört.. #26

von am Januar 1, 2017

Eine Freundin erzählt mir von ihrem letzten Date:
Sie und er sitzen in einem Lokal und stellen bei ihrer Unterhaltung zufällig fest, dass sie beide gerne und regelmäßig ein bestimmtes Wiener Bad besuchen, um dort in die Sauna zu gehen.
Er: „Aah.. ich war mir ja zuerst nicht ganz sicher, ob du das bist, aber jetzt weiß ich es fix. Ich hab dich schon in der Sauna gesehen!“
Sie erzählt mir, dass dort nie allzu viel los ist und sie dort so gut wie alle vom Sehen her kennt, weil sie sehr oft dort ist. Ihn hat sie dort aber noch nie gesehen. Da dort die meisten 50+ sind, hätte er ihr auffallen müssen, meint sie.
Sie: „Ach wirklich? Ich hab dich noch nie dort gesehen. Wie kannst du sicher sein, dass ich das war?“
Er: „Du gehst nach jeder Saunarunde immer in das linke Becken auf der rechten Seite.“
Sie erklärt mir, dass es dort vier verschiedene Becken zum Abkühlen gibt.
Sie: „Oh.. äh ja.. das war dann wohl ich. Du hast gesehen, dass ich mich immer in dem einen Becken abkühle? Das heißt du hast mich beobachtet?“
Er: „Na ja weißt du.. es fällt auf, wenn dort so eine junge, hübsche Frau ist. Da schaut man schon gerne hin.“
Sie meint, um zu wissen, dass sie immer nur in dieses eine Becken geht, muss er sie über Stunden oder gar über Tage beobachtet haben. Und das noch dazu irgendwo versteckt in einer Ecke. Creepy! Es war übrigens wenig überraschend das erste und auch letzte Date.

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Begegnungen | Grätzlgschichtn | Lebenszirkus | Nachtleben

Grätzlgschicht: Der Alkohol und die Ehrlichkeit

von am Dezember 18, 2016

Letztens war ich an einem gemütlichen Samstagabend mit meiner besseren Hälfte im Kino. Nachdem wir Benedict Cumberbatch zugeschaut hatten, wie er mit Dormammu verhandelte, stellten wir fest, dass wir beide den ganzen Tag viel zu wenig gegessen hatten und hungrig waren. Da es schon kurz vor 23 Uhr war, entschieden wir uns dazu, noch bei einem relativ neuen Restaurant in unserer Gegend anzurufen, um zu checken, ob wir denn um die Uhrzeit noch etwas zu essen bekommen. In diesem Lokal verbrachten wir wenige Wochen zuvor schon einige Stunden und waren rundum begeistert. Der Herr am anderen Ende der Leitung war sehr freundlich und versicherte uns, dass der Koch noch ein paar Minuten länger bleiben kann und wir noch verköstigt werden, wenn wir denn bald mal eintrudeln. Sehr nett. Zehn Minuten später waren wir dort. Und dann begann ein Abend, der auf der Skurrilitätenskala ganz schön viele Punkte einheimsen konnte. Anfangs noch alles normal – wir bestellten, bekamen unser Essen, aßen (es war wieder köstlich!), tranken langsam aus und wollten gehen. Es war mittlerweile ca. Mitternacht und im Lokal nicht mehr allzu viel los.
Und jetzt folgten Szenen, die Schülern im Unterricht unter dem Motto „Verdammt, habe ich das gestern wirklich gesagt/getan? Finger weg vom Alkohol!“ oder aber neuen Lokalbesitzern unter dem Motto „Don’t drink and entrepreneur“ gezeigt werden sollten.

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Es begann damit, dass drei Personen die Bar betraten, die vom Personal laut und überschwänglich begrüßt wurden. Diese offensichtlichen Stammgäste stellten sich als Italiener heraus und wenige Minuten später wurden nur mehr italienische Schlager aufgelegt und laut mitgegrölt – von Gästen sowie Personal. Der Kellner, der sich später als einer der Besitzer zu erkennen gab, kam an unseren Tisch, entschuldigte sich dafür, dass es jetzt schon „ein bisserl wild zugeht“ und bestand darauf, uns auf einen Averna einzuladen. Eigentlich wollten wir uns schon auf den Weg machen, aber gut – so ein Angebot an einem Samstagabend lehnt man ja nicht ab. Sobald wir die Gläser mit dem braunen Kräuterbitter  in der Hand hatten und anstießen, musste er jedoch noch einmal an den letzten noch besetzten Tisch, um zu kassieren. Da stellte sich ein anderer Herr, der sich als Chef 2 herausstellte, an unseren Tisch und begann mit uns zu plaudern. Er war sturzbetrunken und tat sich schon etwas schwer dabei, richtige Sätze zu formulieren.
„Ihr zwei warts die, die angerufen haben, oder?“ „Ja genau.. danke nochmal, dass der Koch extra länger geblieben ist.“ „Also ich muss sagen: SO TOLL, dass ihr angerufen habt! Das hat mich SOOO gefreut!“ „Oh.. ja gerne. Kein Problem. Wir wussten halt nicht genau wie lange bei euch die Küche offen ist und wollten sichergehen…“ „Na wissts ihr… SO kann man arbeiten! Das war wirklich seeehr suuuper von euch!“ „Jaaa kein Ding.“ „NEIN WIRKLICH! Das war echt so toll!! Unglaublich. Weil SO kann man nämlich arbeiten!“ (Das ging noch ein wenig länger so weiter…)
Na gut. „Etwas“ too much weil Alkohol, aber im Grunde ja sehr lieb. Im weiteren Gespräch verriet uns der angetrunkene Inhaber jedoch mehr als er vermutlich wollte. „Hats euch geschmeckt? Also ich muss ja sagen… mir gings immer nur ums Bier. Ich wollt immer nur unser Bier verkaufen! Die Burger waren mir komplett wurscht. Ich hab wirklich keine Ahnung, warum die so gut ankommen! Die hat kein Koch entwickelt oder so! Wir haben einfach irgendwas zamgschmissn und ihnen irgendwelche Namen verpasst, die uns grad eingefallen sind! Also überlegt haben wir uns da wirklich gar nix. Und jetzt schreiben alle im Internet, dass die Burger bei uns so gut sind.. ich versteh das eigentlich gar nicht!“
Okay. Aufhören. Das ist eindeutig zu viel Information.

Wenig später kam Chef 1 zurück und als er empört feststellte, dass Chef 2 seinen Averna ausgetrunken hatte, wurde er leicht grantig. Wir wollten die Situation mit Smalltalk ein wenig entschärfen und fragten nichtsahnend, wie lange es das Lokal denn schon gibt, ob sie davor schon etwas in die Art gemacht hatten, woher sie denn sind – und wer denn von den zweien eher der Unternehmer und wer eher der Kreative sei. Letzteres war keine allzu gute Idee.
„Also ich bin beides. Ich muss mich ohnehin um alles kümmern.“ „Jaaaa natüüürlich. Nuuur du bist für unseren Erfolg verantwortlich, gell? Weil ich mach ja absolut gar nix hier.“ „Na bitte was machstn groß? Ich bin ständig überall eingespannt und bin für so gut wie alles verantwortlich.“ „Jaja ist schon gut.. stells nur so hin. Passt schon.“ „Na ist doch wahr!!!“
Puh. Für das weitere Streitgespräch entfernten sie sich zum Glück von unserem Tisch und wir kramten nach dem Geldbörserl, um wirklich endlich gehen zu können.

Daraus wurde (noch) nichts. Bevor wir unser Geld loswerden konnten, begannen Chefs sowie Stammgäste Gläser in eine große Kiste in die Ecke zu schmeißen um sie klirrend zerscheppern zu lassen. Wtf? Nur zur Erinnerung: Es handelte sich nicht um ein schäbiges Eckbeisl, sondern ein relativ schönes, stylisches Restaurant. Auf unsere etwas irritierten Blicke folgte ein: „Wir kriegen neue Gläser und müssen die alten loswerden. Außerdem mach ich gerade eine schwere Phase in meinem Leben durch. Kommts her und nehmts die kleinen Gläser auf eurem Tisch mit! Machts auch mit mit uns! Geht schon! Habts ihr schon mal in eurem Leben einfach so ein Glas zerschmissen? Das ist total befreiend! Kommts her!“

Den krönenden Abschluss bildeten ein weiterer Limoncelli aufs Haus und feste, enge Umarmungen und Küsschen auf die Wangen von dem vorhin schon begeisterten Chef 2 für beide von uns bevor wir endlich in die kalte Nacht hinausflüchten konnten.

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Grätzlgschicht: Spezielle Wünsche

von am September 14, 2016

Vor ein paar Tagen bin ich nach dem Lebensmitteleinkauf in die Trafik gegenüber vom Supermarkt meines Vertrauens, um nach der neuen Ausgabe meines Lieblingsmagazins zu schauen. Das Zeitschriftenregal musternd fiel mir ein, dass ich diesen Monat eine besondere Karte nach Deutschland senden muss, weshalb ich mir gleich Briefmarken mitnehmen wollte. Ich legte dem grau melierten, etwa 55-jährigen Herrn Trafikanten das Magazin auf den Ladentisch und bestellte eine Marke nach Deutschland dazu.
„Eine WAS?!?“
„Eine Marke.. eine Briefmarke nach Deutschland, bitte.“
„Achso eine MARKE!!! Briefmarke!! Puh mal schauen…“
Nach einem verwirrten Blick kramte er mit in Falten gelegter Stirn in einer Schublade und nahm schließlich einen alten, etwas schmutzigen Kartonumschlag heraus, in dem sich Briefmarkenbögen befanden.
„Also hm puh nach Deutschland… wie vü Cent sandn des? Hm. Njo des derfatn 72 Cent sei. Hmm?“
„Ich bin mir leider nicht sicher…“
„Na momenterl i schau gschwind noch“ sprach er und verschwand für eine gefühlte kleine Ewigkeit im Hinterzimmer. Der vermutliche Kettenraucher hinter mir seufzt-röchelte ungeduldig ganze zwei Mal bis der Trafikant endlich wieder im kleinen Geschäftslokal erschien.
„80 sans! 80 kost des scho! Na seawas. Na guat donn moch ma des so…“ Nach vorsichtigem Falten und Abtrennen drückte er mir eine 70-Cent-jungknackige-Senta-Berger-Marke und eine 10-Cent-Alpen-Goldregen-Marke in die Hand – solche, die man noch selbst abschlecken muss.

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Ich kam mir bei einem Einkauf schon lange nicht mehr so „speziell“ vor.
Bei all den ganz normalen äthiopisch-norwegischen-Fusionsküchen-Restaurants, Concept-Stores, in denen einem Marillenmarmelade-Gesichtsmasken angeboten werden während man vegane Fairtradebiomode für Meerschweinchen kauft, Apps, die für dich auf die Toilette gehen und Papaya-Schnitzel-Müslis im Supermarktregal – richtig besonders ist, wer heutzutage noch Briefmarken kauft.

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Tagebuch Slam

von am September 5, 2016

Vor ein paar Jahren habe ich unter einem Anflug von Schamgefühl und Panik, dass sie je jemand lesen könnte, alle meine Tagebücher zerstört und weggeworfen. Seit Tagebuch-Slams (liebestagebuch.at) in Mode gekommen sind, finde ich es schon wieder fast ein wenig schade, dass ich die Welt nicht mehr an meinen peinlichen Teenagerergüssen teilhaben lassen kann. (Ich hätte im Theater an der Gumpendorfer Straße bestimmt einige Preise einheimsen können!) Doch als ich das letzte Mal zu Hause bei meinen Eltern war, habe ich zufällig ein kleines Büchlein gefunden, das ich nicht zerstört habe. Eine Episode daraus fand ich so amüsant, dass ich sie euch nicht vorenthalten möchte. Meine Geschichte mit Mister X. In meinem 13. Lebensjahr verwendete ich scheinbar gerne das Wort „geil“, mein Gehirn befand sich offensichtlich mitten in den pubertären Umbauprozessen, und ich war wie die meisten Mädels in diesem Alter eine Mischung aus superdämlich und superunangebracht – kam mir dabei aber ganz großartig vor.

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7. Oktober 2002

Ich bin heute sooo happy! Ein Boy aus der 4. (!!!) hat einen Stand auf mich, voll geil! Und er ist auch nicht schirch. Ich mein, der Fescheste ist es nicht, aber richtig schirch ist er auch nicht. Ma und der X aus der 3. ist auch voll geil! Der ist echt so ein cooler Typ. Doch leider hat der einen Stand auf die M! Na ja.. und der Y ist jetzt wieder voll verknallt in mich! Der hat mir Erkan + Stefan geliehen und hat mir ein paar coole Szenen erzählt – voll krass-konkret ey!   😀

14. Oktober 2002

So, jetzt war ich schon wieder richtig schreibfaul, doch es ist in der Zwischenzeit schon wieder sooo viel passiert! Ich gehe jetzt mit dem süßesten Boy aus der Dritten! Mit dem X! *looooove* Er ist sooo süß! Er ist extra wegen mir nach St. Margarethen gefahren! Voll lieb! Ich gebe ihm immer ein Bussi, voll cool! Ich glaube ich werde mit ihm meinen ersten Zungenkuss haben. SHIT! Wie macht man das? Die M hat es mir heute erklärt. Voll geil, jetzt wollen alle einen Freund aus der Schule! (…)

17. Oktober 2002

Tja, ich weiß nicht recht wieso, aber das, was ich da oben geschrieben habe, empfinde ich nicht mehr ganz… das letzte Mal wie ich dem X ein Bussi gegeben habe, hat die ganze Klasse zugeschaut und die Buben haben geklatscht und voll blöd getan und alle aus der Klasse reden jetzt blöd über mich. Aber es ist nicht nur das.. das letzte Mal sind wir mit dem X in der Freistunde hinausgegangen und da habe ich ihn genau angeschaut und gesehen: er ist gar nicht so fesch! Ich glaube ich will ihn gar nicht küssen. Aber er wäre irgendwie voll arm, wenn ich nach einer Woche Schluss machen würde. Vielleicht warte ich noch ein bisschen… und sage ihm dann, dass wir irgendwie nicht zusammenpassen. (…)

1. Februar 2003

Maaaah SO ARG!! Es ist in der Zwischenzeit schon wieder SOOO viel passiert! Also.. mit dem X gehe ich schon seit Oktober nicht mehr, ich habe per SMS Schluss gemacht. Und seit dem ist er soooo scheiße zu mir! Wenn ich ihn auf der Piste oder in der Schihütte treffe, lacht er immer blöd und verarscht mich. Tzzz.. der glaubt er ist sooo toll. Dabei wollte ich ihn nicht mehr! Na ja egal. Ich bereue nichts. (…)

Tja. Dass man doch ein bisschen scheiße sein darf, wenn schon nach wenigen Tagen Händchenhalten und Küsschen per SMS Schluss gemacht wird, habe ich damals natürlich nicht gesehen. Ich hatte übrigens nie wieder etwas mit diesem Herrn X zu tun. Und bevor jemand fragt: Nein, auch auf Klassentreffen werden wir nicht über diese Geschichte lachen, er ging in die Parallelklasse.

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Die Sache mit dem Verlieben und der Lieblingsband

von am September 3, 2016

Letztens ist mir aufgefallen: Sich verlieben ist wie eine neue Lieblingsband entdecken.
Irgendjemand stellt sie dir vor oder du hörst sie zufällig in einer Bar oder du entdeckst sie im Internet und nach diesem ersten Kontakt bist du gleich ziemlich begeistert. Anfangs ganz überrascht und glücklich über den Fund willst du ganz euphorisch mehr von ihr hören und sie besser kennenlernen und überhaupt alles von ihr wissen. Was sie in der Vergangenheit so gemacht hat und wo sie herkommt und wo sie schon überall war. Du willst so viel Zeit wie möglich mit ihr verbringen und findest nicht einmal die vielleicht vorhandenen, anfänglichen Jugendsünden von ihr peinlich oder schrecklich, da du weißt, dass diese Sünden auch maßgeblich für die Entwicklung in dieses wunderschöne heutige Sein verantwortlich waren. Du gibst sehr gerne Geld für sie aus und fährst oder fliegst auch in andere Städte um sie für ein paar Stunden zu sehen. Du findest dich des Öfteren auf ihrer Facebook- oder Instagramseite wieder nur um zu schauen, was sie so machen. Wenn du sie siehst, bekommst du Gänsehaut und nach jedem Treffen schwärmst du deinen Freunden von ihr vor. Doch wie so oft kann es nach dem Anfangsglücksrausch und Hochgefühl ganz verschiedene Fortsetzungen geben:

Szenario 1: Diese eine Band bleibt die absolute Lieblingsband. Auch nach Jahren findest du sie noch großartig. Immer wenn du sie hörst, bist du so hingerissen wie am ersten Tag und du hast das Gefühl, dass du sie nie satt haben oder von ihr genug bekommen wirst. Alles, was sie neu herausbringen, findest du fabelhaft und bringt dich dazu, dich immer noch ein bisschen mehr in sie zu verlieben. Klar, einzelne Stücke treffen vielleicht nicht immer ganz deinen Nerv, aber alles in allem weißt du: Es ist die Liebe fürs Leben.

Szenario 2: Nach der Anfangseuphorie merkst du irgendwann, dass da vielleicht doch die altbekannte rosarote Brille ihre Finger im Spiel hatte. Ja, sie ist schon ziemlich toll, aber du verstehst schon bald, dass es gar nicht so wenige andere Bands gibt, die genauso gutes, wenn nicht besseres Zeug produzieren. Selbst die ehemaligen Lieblingslieder fühlen sich jetzt ungewohnt und fremd an. In so manchen Stunden hörst du zwar gerne mal rein, bist dir aber sicher, dass ein „Lass uns Freunde bleiben“ die bessere Wahl ist.

Szenario 3: Du stellst irgendwann fest, dass sich die Band in eine Richtung entwickelt hat, die dir so gar nicht gefällt. Die neuen Songs sind alles andere als dein Stil, haben einfach nichts mehr mit dir zu tun und du bist enttäuscht, dass es so gekommen ist. Was war es, das dich zu Beginn so in den Bann gezogen hat? Du weißt es nicht mehr genau. Es scheint, als wären die Gegensätze zwischen euch monumental und unüberbrückbar geworden. Die Luft ist draußen. Wenn du sie hörst, nervt sie dich mehr als sie dir Freude bereitet. Alles was bleibt, ist die Erinnerung an die schöne, vergangene Zeit, die so nie wieder zurückkommen wird.

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Ich hab da was gehört.. #24

von am August 2, 2016

R sieht sich die Büchersammlung in Ws Wohnung an und nimmt sich ein Buch aus dem Regal, um ein bisschen darin zu blättern.
W sieht das und sagt: „Boah du musst dieses Buch lesen! Das ist mein absolutes Lieblingsbuch.. wirklich sooo gut!“
R: „Oh wirklich? Ich hab noch nie etwas von dem Autor gelesen.. würde mich eh interessieren.“
W: „Nimms mit! Du wirst es sicher auch toll finden.“

Wochen später:
R: „Aaah du hattest recht! Das Buch ist wirklich sehr genial. Besonders diese eine Stelle, wo er versucht dort rauszukommen und deswegen mit der alten Frau…“
W: „Aahm ich muss dich hier gleich unterbrechen. Ich habe überhaupt keine Ahnung mehr was in dem Buch passiert.“
R: „Aber das ist doch DIE Schlüsselszene!? Du hattest doch gesagt es ist dein absolutes Lieblingsbuch??“
W: „Joa stimmt..“
R: „Das heißt, du hast keinen Schimmer mehr, was in deinem Lieblingsbuch passiert?“
W: …
R: …

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Von schlechten Dates und dem Berühmtwerden

von am April 25, 2016

Hast du Lust dich heute zu treffen? Es ist zwar Jänner, aber es ist so mild draußen.. wir könnten uns an den Donaukanal setzen. Ich nehme auch eine Decke mit. Und Bier. Und auch ein bisschen was zu Essen, wenn du magst. Was hältst du davon?

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Oh, ich hielt sehr viel davon. Es war tatsächlich ein sehr, sehr milder Tag (für Jänner) und so kam mir die Idee eigentlich ziemlich romantisch vor. Ein winterliches kleines Picknick am Donaukanal mit einem Herrn, der mir die letzten Wochen einiges meiner Zeit raubte. Abends. Vor meinem Laptop sitzend. Ich hatte ihn damals lange Zeit vor Tinder und Co auf einer dieser altmodischen Freundschaftsplattformen kennengelernt, deren aufdringliche Werbung zu der Zeit ständig im Fernsehen lief. Ich kann mich erinnern, dass ich sein Profil süß und intelligent fand und auch sein verschmitztes Grinsen auf dem Schwarzweiß-Foto wickelte mich schon anfangs ein klein wenig um den Finger. Nach ein paar Nachrichten auf der Plattform tauschten wir unsere Skype-Adressen und schrieben uns abends oft stundenlang. Da wir beide in der gleichen Stadt wohnten, war es nur eine Frage der Zeit, bis wir uns treffen würden. Ich dachte zwar eher an ein Getränk in einer Bar oder einen nachmittäglichen Spaziergang mit Kaffeepause, aber Bier am Donaukanal klang für mich auch toll.
Ich kann nicht behaupten, dass dieser Tag ein einschneidendes Erlebnis für mich war, aber dennoch weiß ich bis heute, welches Outfit ich damals vor in etwa fünf Jahren aus meinem Schrank kramte. Es war ein rot-grau karierter Winterrock mit einer dicken schwarzen Strumpfhose, schwarzen Stiefletten, einer schwarzen Kunstlederjacke und einem roten Schal + Haube. Im Nachhinein kam ich nicht daran vorbei, mir des Öfteren zu denken „Im Jänner am Donaukanal! WIE naiv kann man bitte sein??“ – aber da ich mich genau erinnern kann, dass mein Outfit ohne Winterjacke und nur mit Strumpfhose temperaturtechnisch völlig ausreichend war, redete ich mir ein, nicht naiv sondern einfach eine hoffnungslose Romantikerin gewesen zu sein.
Das Treffen an sich dauerte in etwa 20 Minuten. Nicht, weil ich ihn scheiße fand. Auch nicht, weil er mich scheiße fand. Allerdings hatte er den Donaukanal nur gewählt, da er sich nicht allzu weit von seiner Wohnung wegbewegen wollte. Er schüttete sich den halben Liter Bier in kürzester Zeit die Kehle hinunter und eröffnete mir dann: „Na gut.. also ich geh jetzt heim und schau Dschungelcamp. Du kannst gerne mit. Kommst?“
Was? Wie bitte?? Dschungelcamp?? Dieses Picknick unter Sternen war kein süßer Date-Einfall sondern ein Er-wohnt-2-Minuten-vom-Donaukanal-entfernt-und-wollte-mich-einfach-nur-abschleppen? Heute denke ich mir: „Ooh, honey.“ Damals wars mehr so: „Der investiert Stuuunden über mehrere Wochen hinweg um mit mir über die großen und kleinen Fragen und Themen des Lebens zu schreiben und das alles nur für ein bisschen eventuellen Sex?? Geht das nicht in Clubs viel schneller ohne den vielen Aufwand? Waruuum? Er war doch so süß?!? …“
Ich lehnte ab. Das Date war somit nach 20 Minuten vorbei. Aus mir unerklärlichen Gründen schrieb ich ihm danach sogar noch eine Nachricht. Zurück kam: „Sorry, das war deine Chance. Eine zweite gibt es bei mir nicht. Adieu.“ Ha. Wtf.

Ja, keine sehr außergewöhnliche Geschichte. Ich will gar nicht wissen, wie viele Frauen jeden Tag feststellen, ihre wertvolle Zeit mit jemandem vergeudet zu haben, der sie nicht verdient hatte. Jedoch ergab sich vor ein paar Wochen ein mehr oder weniger aufregend-witziger Zusatz zu dem Ganzen: Jetzt, Jahre später, grinst dieser Herr aus sämtlichen Medien. Eine Zeit lang sah ich so ziemlich jeden einzelnen Tag irgendwo ein Interview mit ihm. Beim ersten „Wiedersehen“ kamen durch das bekannte Gesicht natürlich diese Erinnerungen hoch, die ich eigentlich schon ziemlich weit hinten verstaut hatte und die mich nach der Auffrischung glücklicherweise keineswegs ärgerlich, sondern eher belustigt zurückließen. Nichtsdestotrotz konnte ich nicht umhin Sachen zu denken wie: „Nageh das Würschtl ist jetzt berühmt und erfolgreich? Tzs. Wo isn dieses Karma eigentlich, wenn man es braucht?“ – und irgendwie habe ich das Gefühl, ich bin damit nicht allein.

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